Schockwellen aus Caracas: US-Angriff heizt Spannungen in Venezuela an
Nach einem dramatischen US-Militärangriff auf die venezolanische Hauptstadt Caracas am Wochenende sind laut Angaben der venezolanischen Regierung etwa 100 Menschen ums Leben gekommen. Der Innenminister, Diosdado Cabello, verurteilte den Angriff als „schrecklich“ und fügte hinzu, dass eine ähnliche Anzahl von Personen verletzt worden sei. Er warnte, dass die Zahl der Opfer noch weiter steigen könnte. Besonders tragisch: Unter den Toten sind auch Zivilisten, darunter Frauen, die während des Angriffs in ihren Häusern schliefen. Derartige Angaben sind momentan noch nicht unabhängig bestätigt.
Im Vorfeld hatte die venezolanische Regierung von 24 getöteten Soldaten gesprochen. Aus der Nachbarregion Kuba wurde zudem der Tod von 32 Sicherheitskräften bestätigt, die als Leibwächter im Dienste des umstrittenen venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro standen.
Am Mittwoch fanden in der Hauptstadt Caracas unter militärischen Ehren die Beisetzungen einiger der getöteten venezolanischen Soldaten statt. Eindringliche Fotografien zeigten Särge, die feierlich mit der venezolanischen Nationalflagge bedeckt waren.
Die US-Regierung hat sich bislang nicht dazu geäußert, wie viele Menschen bei dem Angriff ums Leben gekommen sein könnten. US-Medien, die sich auf informierte Quellen berufen, berichten allerdings von schätzungsweise 75 Toten. Die internationale Gemeinschaft blickt mit wachsender Besorgnis auf die eskalierende Lage in Venezuela, während die Situation weiterhin unübersichtlich bleibt.

