Deutsche Bahn vor Tarifverhandlungen: Auftakt ohne Störungen für Fahrgäste
Die Verhandlungen der Deutschen Bahn mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) starten pünktlich am Donnerstagmorgen, doch die Fahrgäste können zunächst aufatmen: Inhaltliche Beeinträchtigungen des Fahrbetriebs wird es bis Ende Februar nicht geben, da noch Friedenspflicht herrscht. Die GDL, die für bessere Arbeitsbedingungen kämpft, strebt in dieser Tarifauseinandersetzung eine Gehaltserhöhung von 8 Prozent an.
Interessanterweise sollen 3,8 Prozent dieser geforderten Erhöhung durch eine direkte Anhebung der Bezüge erreicht werden. Die restlichen prozentualen Zuwächse plant die Gewerkschaft durch eine Umstrukturierung des Tarifsystems zu erzielen. Insbesondere wird über die Einführung einer neuen Tarifstufe verhandelt, die als zentrale Komponente der Tariferneuerung gilt.
Der angestrebte neue Tarifvertrag soll dabei eine Laufzeit von zwölf Monaten haben. Es sind die ersten Verhandlungen dieser Art nach dem Abgang des langjährigen GDL-Vorsitzenden Claus Weselsky. Neu an der Spitze ist Mario Reiß, der nun die Verhandlungsführerrolle für die Gewerkschaft übernimmt. Das Interesse an diesem neuen Kapitel bei der GDL ist groß, da mit Reiß ein frischer Wind durch die Verhandlungen wehen dürfte.

