Die Untoten sind gefährlicher denn je! State of Decay 3 vereint das Beste zweier Welten
State of Decay hat sich als eine der eigenartigsten und zugleich fesselndsten Reihen im Überlebensgenre etabliert – kompromisslos, moralisch ambivalent und mit einem Sog, dem sich Fans nur schwer entziehen können. Mit State of Decay 3 verspricht Undead Labs nun nicht weniger als die konsequenteste Weiterentwicklung der Reihe seit Jahren. Wie die Entwickler das schaffen wollen und was die Spielwelt diesmal so viel bedrohlicher macht, ist durchaus bemerkenswert.
Das Beste aus zwei Spielen – kein leeres Versprechen
Studioleiter Philip Holt hat in einem Interview offen darüber gesprochen, wie sich State of Decay 3 zur Vergangenheit der Reihe verhält. Die Botschaft ist ermutigend: Undead Labs möchte nicht am Bewährten rütteln, sondern es gezielt weiterentwickeln. „Wir sprechen davon, dass State of Decay 3 die systemischen Features von State of Decay 2 mit etwas mehr Herz und Seele von State of Decay 1 verbindet. Das ist vielleicht eine Art, über die Entwicklung der Reihe nachzudenken.“
Was das konkret bedeutet: Der zweite Teil hat mit seinem ausgeklügelten Ressourcenmanagement, dem Gemeinschaftssystem und dem freien Sandbox-Spielgefühl Maßstäbe gesetzt. Der erste Teil hingegen überzeugte vor allem durch seine emotionale Dichte und eine erzählerische Unmittelbarkeit, die sich im Nachfolger nicht ganz so stark entfaltete. State of Decay 3 soll nun beide Stärken zusammenführen – und dabei ein Spielerlebnis schaffen, das weder das eine noch das andere opfert.
Eine Welt, die sich verändert hat – und nicht zum Besseren
State of Decay 3 spielt „Jahre in der Zukunft“, wie Holt bestätigt. Die Überlebenden sind zu diesem Zeitpunkt bereits abgehärtet, angepasst, von langer Entbehrung geprägt. Doch das bedeutet nicht, dass die Welt sicherer geworden wäre – im Gegenteil. „Die Bedrohung durch die Untoten präsentiert sich nun auf eine neue Art,“ erklärt Holt. „Wenn der Vorhang aufgeht, muss sich deine Gruppe von Überlebenden wirklich auf das einstellen, was sie in einer gefährlicheren Weise sieht. Viel gefährlicheren Weise. Die Bedrohungen sind real. Sie sind tödlich und sie kommen auf dich zu.“
Diese Aussage deutet auf eine neue Qualität der Untoten hin – nicht nur mehr davon, sondern anders. Ob das neue Mutationswege, veränderte Verhaltensweisen oder völlig neue Typen bedeutet, bleibt bislang offen, weckt aber bereits genug Vorfreude, um gespannt zu bleiben.
Alpha-Test, Koop und ein geteiltes Spielfeld
Bevor State of Decay 3 offiziell erscheint – ein konkretes Datum gibt es noch nicht – können ausgewählte Spieler im Rahmen eines Alpha-Tests schon bald einen ersten Blick riskieren. Vier-Spieler-Koop, überarbeitetes Basisbauen und eine ordentliche Portion Kampf stehen dabei im Mittelpunkt. Undead Labs hat zudem von einer „deutlich größeren, wirklich geteilten offenen Welt“ gesprochen – ein Versprechen, das den Multiplayer-Aspekt des Spiels auf ein neues Level heben könnte.
Das Spiel wird ab dem ersten Tag im Xbox Game Pass Ultimate sowie im PC Game Pass verfügbar sein, was den Einstieg für Abonnenten ohne zusätzliche Kaufkosten möglich macht. Wer noch keinen Abonnementplan hat: Der Xbox Game Pass Ultimate kostet derzeit rund 15 Euro pro Monat. Angesichts eines Spiels dieser Größenordnung ist das ein fairer Deal.


