Die Sprache der Macht: Merz fordert europäisches Selbstbewusstsein im Großmächte-Spiel
Bundeskanzler Friedrich Merz hat in einer eindringlichen Regierungserklärung im Bundestag mehr machtpolitisches Selbstbewusstsein von Europa eingefordert. Angesichts der neu sich herausbildenden Welt der Großmächte betonte der CDU-Vorsitzende die Notwendigkeit für Europa, die Sprache der Machtpolitik zu lernen. Nur so könnten die Europäer ihre Interessen erfolgreich durchsetzen und sich als eigenständige Macht positionieren.
Merz unterstrich die historische Rolle Europas als Hüterin des Völkerrechts und betonte die Wichtigkeit, diese Tradition der rechtlichen Fundamente in den zwischenstaatlichen Beziehungen auch künftig zu bewahren. Gleichzeitig hob er hervor, dass es an der Zeit sei, das neu erwachende politische Selbstbewusstsein der Europäer in konkretes Handeln umzusetzen.
Besonders deutlich wurde diese neue Haltung der Europäer im kürzlich eskalierten Grönland-Konflikt. Als US-Präsident Donald Trump wiederholt seinen Anspruch auf die zu Dänemark gehörende Arktisinsel Grönland erhob und sogar mit Strafzöllen drohte, reagierten die Europäer entschlossen. Ihre klare Haltung führte letztlich dazu, dass Trump von seinen Drohungen zurücktrat, ein Beweis der wachsenden europäischen Selbstachtung.

