Die digitale Flaschenpost: Steams Datenbank verrät Ubisofts Pläne für Assassin’s Creed 4: Black Flag
Seit Monaten brodelt die Gerüchteküche, nun hat ein verräterischer Datenbankeintrag das Fass endgültig zum Überlaufen gebracht: Ubisoft scheint kurz davor zu stehen, ein Remaster oder gar ein vollwertiges Remake des unsterblichen Piraten-Epos Assassin’s Creed 4: Black Flag anzukündigen. Wie der scharfsichtige X-Nutzer TheHiddenOneAC aufdeckte, wurde der SteamDB-Eintrag des Spiels am 8. Juli heimlich, still und leise aktualisiert. Doch anstelle kleinerer Korrekturen wurden dem über ein Jahrzehnt alten Titel brandneue Features hinzugefügt, die eine klare Sprache sprechen: Hier wird an etwas Großem geschraubt.
Neue Komfortfunktionen als untrügliches Indiz
Die Liste der neu hinzugefügten Eigenschaften liest sich wie die Wunschliste eines jeden Modern-Gamers: Einstellbare Lautstärkeregler, Stereo- und Surround-Sound, eine Nur-Maus-Option, ein anpassbarer Schwierigkeitsgrad und – vielleicht am wichtigsten – die Möglichkeit, jederzeit zu speichern. Dies sind keine trivialen Patches; es sind fundamentale Komfortfunktionen, die man typischerweise bei einer umfassenden Neuauflage und nicht bei einem alten Titel erwarten würde. Diese Aktualisierung ist das bisher stärkste Indiz dafür, dass die Rückkehr von Captain Edward Kenway unmittelbar bevorsteht und sie weit mehr sein wird als nur ein simpler Port.
Ein Funken Sorge im Rumfass der Vorfreude
Doch die Art der Aktualisierung lässt bei Kennern und Verfechtern der digitalen Spielkonservierung die Alarmglocken schrillen. Anstatt einen neuen Store-Eintrag für ein Remake zu erstellen, wurden die Änderungen direkt an der ursprünglichen Black Flag-Seite vorgenommen. Dies könnte ein düsteres Omen sein und darauf hindeuten, dass Ubisoft plant, das Originalspiel komplett durch die Neuveröffentlichung zu ersetzen. Ein solches Vorgehen weckt schmerzhafte Erinnerungen an das Debakel um die Grand Theft Auto: The Trilogy – Definitive Edition, bei der die geliebten, aber fehlerhaften Originale nach dem Release der qualitativ umstrittenen Neuauflage aus den digitalen Stores entfernt wurden. Die Frage steht im Raum: Erwartet uns eine glorreiche Rückkehr oder ein fehlerhaftes Déjà-vu, das uns den Zugang zum Original für immer verwehrt?
Ein Mosaik aus Andeutungen
Der Steam-Leak ist nur der jüngste und bisher handfesteste Teil eines Puzzles, das sich seit Monaten zusammensetzt. Zuvor hatte bereits Matt Ryan, die unverkennbare Stimme von Edward Kenway, die Flammen geschürt, als er einem Fan beim Signieren eines Autogramms zuraunte, er müsse das Spiel „vielleicht noch einmal durchspielen“. Gepaart mit einem vielsagenden „es gibt einen Grund, warum ich das sage, aber ich darf nichts verraten“, war die Botschaft klar. Auch der offiziell lizenzierte Merchandise-Hersteller Pure Arts deutete bereits an, dass eine Ankündigung bevorstehe. Ubisoft selbst hüllt sich zwar noch in Schweigen, doch die Indizienkette ist mittlerweile so lang und schwer wie eine Ankerkette. Das 2013 erschienene Abenteuer, das uns in das Goldene Zeitalter der Piraterie entführte, scheint bereit zu sein, erneut die Segel zu hissen.

