Deutz auf Erfolgskurs: Breite Aufstellung und Sparmaßnahmen fruchten
Der Kölner Motorenspezialist Deutz zieht aus einer strategischen Diversifikation und einem intensiven Sparprogramm bemerkenswerte Vorteile. Im Tagesgeschäft des dritten Quartals konnte das Unternehmen seine Profitabilität deutlich steigern und schreibt nun wieder schwarze Zahlen.
Sebastian Schulte, der Vorstandsvorsitzende, zeigte sich dennoch vorsichtig und passte die Umsatzprognose für das Jahr an: Anvisiert wird nun eher das untere Ende der Spanne von 2,1 bis 2,3 Milliarden Euro. Vor allem die Branchen der Bau- und Landmaschinen zeigen noch keine wesentlichen Anzeichen einer Erholung.
In anderer Hinsicht bleibt Deutz jedoch optimistisch und hält an seinen weiteren Zielen fest. Von Juli bis September verzeichnete das Unternehmen einen Umsatzanstieg von fast 15 Prozent auf 493,3 Millionen Euro.
Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern konnte nahezu vervierfacht werden und erreichte 28,4 Millionen Euro. Im Jahresvergleich kehrte Deutz mit einem Nettogewinn von 12,3 Millionen Euro in die Gewinnzone zurück, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust von zwei Millionen Euro bilanzbedingt war.
Um die negativen Einflüsse der vergangenen Marktbedingungen abzufedern, hatte der Konzern Maßnahmen wie Kurzarbeit und reduzierte Mitarbeitendenzahlen ergriffen. Gleichzeitig stellt sich Deutz mit Expansionen in innovative Geschäftsfelder abseits des traditionellen Motorensegments zukunftssicher auf.
Ein bemerkenswerter Schritt ist die Bekanntgabe der Übernahme der Sobek Group, einem Experten für Antriebstechnologien in der Drohnenindustrie, im September.

