Deutsche Staatsanleihen legen leicht zu – Inflationsdaten im Fokus
Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben am Mittwoch einen leichten Aufschwung erlebt. Der Euro-Bund-Future, der als richtungsweisend für den Markt gilt, verzeichnete einen Anstieg um 0,07 Prozent und erreichte 128,59 Punkte. Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen wurde dabei mit 2,71 Prozent angegeben. Währenddessen zeigt sich in der Eurozone eine erwartete Beschleunigung der Inflation im September. Die Verbraucherpreise stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 Prozent, nachdem sie im August noch bei 2,0 Prozent gelegen hatten.
Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, betonte, dass die Europäische Zentralbank richtig gehandelt habe, indem sie ihre Zinssätze nicht weiter gesenkt habe. Die Risiken einer steigenden Inflation seien noch nicht vollständig abgeklungen. Die Finanzmärkte reagierten verhalten, da die Zahlen im Rahmen der Erwartungen lagen und bereits bekannt waren.
In den USA zeigen sich derzeit kaum Auswirkungen auf den deutschen Rentenmarkt, trotz des teilweisen Stillstands der Regierungsgeschäfte. Grund für diese Unterbrechung ist das Ausbleiben einer Einigung zwischen Republikanern und Demokraten für eine Übergangsfinanzierung. Die Regierung hat vorerst keine Mittel, um ihre Geschäfte fortzuführen, während der Senat nach Beginn des "Shutdowns" über mögliche Lösungsansätze beräts.

