Deutsch-französische Zugverbindung: Neuer ICE von Halle und Erfurt nach Paris gestartet
Freunde französischer Lebensart haben Grund zur Freude: Ein neuer ICE verbindet erstmalig Halle und Erfurt direkt mit Paris, ganz ohne Umsteigen. Der Hochgeschwindigkeitszug startete mit dem jüngsten Fahrplanwechsel offiziell seinen täglichen Betrieb, wie die Deutsche Bahn (DB) mitteilte. Nun können Reisende aus Berlin unterwegs in die Stadt der Liebe mühelos in Halle um 8.15 Uhr und in der Thüringer Landeshauptstadt um 8.50 Uhr zustiegen.
Der Zug legt zusätzlich Stopps in Frankfurt am Main, Mannheim, Karlsruhe und schließlich in der elsässischen Metropole Straßburg ein. Planmäßig soll er um 14.52 Uhr in Paris eintreffen. Auch Rückfahrten nach Deutschland sind täglich möglich: Der ICE verlässt Paris um 11.07 Uhr und erreicht am frühen Abend Erfurt um 17.08 Uhr sowie Halle um 17.41 Uhr.
Bei seiner Premierenfahrt am Sonntag kam der Zug jedoch mit einer Verzögerung von etwa 20 Minuten in Paris an, nachdem er in Karlsruhe aufgrund eines technischen Defekts eines TGVs Passagiere aufnehmen musste. Trotzdem ist die Nachfrage nach internationalen Zugverbindungen ungebrochen hoch. Michael Peterson, Vorstand Personenfernverkehr der DB, betonte die Bedeutung des erweiterten Angebots für Reisende.
Lydia Hüskens, Infrastrukturministerin aus Sachsen-Anhalt, lobte das neue Angebot als ein Beispiel für Freiheit in der Mobilität und erhofft sich weitere Verbindungen dieser Art. Auch Thüringens Infrastrukturminister Steffen Schütz zeigte sich begeistert und hob die Effizienz des Zuges gegenüber dem Auto hervor, der die Bedeutung des ICE-Knotenpunkts Thüringen in Erfurt weiter steigere.

