Decathlon trotzt Konsumflaute mit ehrgeiziger Expansion in Deutschland
Der Sportartikelhändler Decathlon hat das Jahr 2024 genutzt, um trotz eingetrübter Konsumlaune in Deutschland ein leichtes Umsatzplus von 2,1 Prozent zu erzielen. Der Umsatz stieg auf 1,17 Milliarden Euro, was zeigt, dass besonders die Segmente Rad- und Teamsport bei den Kunden Anklang fanden.
Rund 74 Prozent dieses Umsatzes wurde in den Filialen erwirtschaftet, wie das Unternehmen aus Plochingen mitteilte. Allerdings verzeichnete das französische Unternehmen beim Gewinn einen Rückgang von fast 30 Prozent, wobei das Ergebnis vor Steuern auf 27,3 Millionen Euro sank. Gründe dafür sind die hohen Investitionskosten, die in die ambitionierten Expansionspläne fließen.
Bereits im November kündigte Decathlon an, bis 2027 ganze 60 neue Filialen eröffnen zu wollen. Im Jahr 2024 wurden 19 Millionen Euro allein in die Modernisierung und Neueröffnung von Geschäften investiert, sodass Decathlon Ende des Jahres mit 88 Filialen im deutschen Markt präsent war.
Die geplante Expansion soll bis zu 3.000 neue Arbeitsplätze schaffen. Decathlon möchte näher an seine Kundinnen und Kunden heranrücken und setzt dabei auf kleinere Geschäfte in Einkaufszentren und Fußgängerzonen, die sich auf eine bestimmte Sportart konzentrieren. Zusätzlich plant das Unternehmen, in mehreren Galeria-Warenhäusern präsent zu werden.
Ende 2024 beschäftigte Decathlon mehr als 5.200 Mitarbeiter in Deutschland. Für das laufende Geschäftsjahr plant Decathlon, das Wachstum weiter zu steigern, mit einem klaren Fokus auf Expansion. Der Deutschland-Chef Arnaud Sauret betont, dass das Ziel für 2025 darin besteht, innerhalb eines 20-Minuten-Radius für Kunden erreichbar zu sein.
In einem nächsten Schritt plant Decathlon, 57 Millionen Euro in die Expansion zu investieren.

