DAZN und DFL erzielen Erfolg gegen illegale Streaming-Plattform

Die Webseite „livetv.sx“ soll nach einer Gerichtsentscheidung künftig in Deutschland gesperrt werden.
Die DAZN und die DFL Deutsche Fußball Liga haben im Kampf gegen illegale Sport-Streams einen juristischen Erfolg erzielt. Wie beide Unternehmen am Mittwoch mitteilten, sieht eine Gerichtsentscheidung eine Sperranordnung gegen die Plattform „livetv.sx“ vor. Nach Angaben der Beteiligten handelt es sich dabei um die größte illegale Sport-Streaming-Webseite in Deutschland.
Die Plattform sei seit mehr als 13 Jahren aktiv und verursache einen erheblichen Anteil des illegalen Sportkonsums in der gesamten DACH-Region. Trotz verschiedener technischer Maßnahmen zur Verschleierung und Nutzung nicht kooperativer Hosting-Anbieter sowie Domain-Registrare werde die Seite nun gesperrt. Weitere rechtliche Schritte gegen verbundene Angebote würden bereits geprüft. Koordiniert wurde das Verfahren über die Clearingstelle Urheberrecht im Internet (CUII). DAZN und die DFL beteiligten sich gemeinsam an den Maßnahmen und stellten unter anderem Daten sowie Analysen für das Verfahren zur Verfügung. Beide Unternehmen sehen in der Entscheidung einen wichtigen Schritt im Kampf gegen organisierte Sportpiraterie.
Ed McCarthy, Chief Operating Officer der DAZN Group, erklärte: „Dieses Gerichtsurteil ist ein Meilenstein im Kampf gegen den Diebstahl von Inhalten in Deutschland. Durch die Arbeit im Rahmen der CUII und die Zusammenarbeit mit Partnern wie der DFL zeigt DAZN, dass koordinierte Durchsetzungsmaßnahmen zu spürbaren Ergebnissen führen können. Dieses Urteil schützt den Wert des Sports und schafft einen faireren, nachhaltigeren Markt.“
Steffen Merkel, DFL-Geschäftsführer: „Diese Entscheidung ist von großer Bedeutung für den Rechteschutz, ein Bereich, in den die Bundesliga seit vielen Jahren investiert und in dem sie umfassende Maßnahmen umsetzt. Dadurch können wir nun in Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen wie der CUII, Strafverfolgungsbehörden und unseren Partnern wirksamer denn je gegen illegale Streaming-Netzwerke vorgehen. Wir danken allen Beteiligten für ihre enge Zusammenarbeit und ihr entschlossenes Handeln.“

