DAX trotzt trüber Stimmung: Hoffnungsschimmer am Börsenhimmel
Die jüngste Unsicherheit rund um den Handelsdeal zwischen der EU und den USA ließ die Märkte kurzfristig in eine Baisse stürzen, dennoch zeigt sich der DAX zu Wochenbeginn robust und kämpft sich tapfer zurück. Zwar schien die anfängliche Euphorie um das Abkommen bereits abgeklungen, doch die negativen Stimmen, die das Abkommen als wenig vorteilhaft für die EU bewerten, blieben nicht ohne Folgen. Neben der Schwäche des Euro gegenüber dem Dollar und den unruhigen politischen Schlagzeilen aus den USA, wo die Entlassung von Erika McEntarfer durch Präsident Donald Trump für Aufsehen sorgte, drückten internationale Kapitalabflüsse in der letzten Woche den DAX.
Doch wie so oft bewiesen die Marktteilnehmer bemerkenswerte Resilienz. Die frische Erholung des DAX lässt erkennen, dass auch die drohenden Zollerhebungen aus Übersee inzwischen als nahezu normale Begleitmusik empfunden werden. Die Marktexperten überrascht es kaum, dass der Leitindex am Ende der Woche nur leicht um 0,9 Prozent nachgab, nachdem er zwischenzeitlich von einem Hochpunkt um 4,3 Prozent gefallen war.
Das Börse Frankfurt Sentiment-Index zeigt, dass sowohl institutionelle als auch private Investoren derzeit eher pessimistisch gestimmt sind. Ein bemerkenswerter Stimmungsumschwung findet besonders bei Privatinvestoren statt, die in den sozialen Medien befragt wurden, da hier ehemalige Bullen vermehrt ins Lager der Bären wechselten. Auch bei den institutionellen Anlegern blieb die Kulisse düster, trotz einiger taktischer Eindeckungen auf niedrigerem Niveau, was womöglich den bescheidenen Aufschwung des DAX erklärt.
In beiden Investorenpanels sind klassische Bottom-Fishing-Aktionen ausgeblieben, was darauf hindeutet, dass die Stimmung am Markt noch schlechter war, als es den Anschein hatte. Der geringe Anstieg optimistischer Stimmen zeigt, dass der Markt trotz des zeitweisen Anstiegs auf der Hut bleibt. Ein substanziellerer Rückgang könnte notwendig sein, um wieder größeres Kaufinteresse zu wecken, während ein unerwarteter DAX-Anstieg viele auf dem falschen Fuß erwischen könnte.

