Dax taumelt: US-Machtkampf und Handelskonflikt belasten Märkte
Der deutsche Aktienmarkt startete am Dienstag mit einem spürbaren Abschwung. Die Anleger zeigten sich verunsichert angesichts eines sich verschärfenden Machtspiels um die Besetzung der US-Notenbank und einer möglichen Eskalation des Handelsstreits zwischen den USA und China.
Schon in den ersten Minuten des Handelstages sank der Dax um 0,7 Prozent auf 24.110 Punkte. Auch der MDax mittelgroßer Unternehmen verlor 0,7 Prozent und notierte bei 30.855 Punkten. Der EuroStoxx 50, der als Leitindex der Eurozone gilt, verzeichnete ein Minus von 0,9 Prozent.
Ein aktueller Zuge der Unsicherheit rührt vom Versuch des US-Präsidenten Donald Trump, die Fed-Gouverneurin Lisa Cook ihres Amtes im Vorstand zu entheben. Trump wirft ihr vor, in Hypothekenverträgen falsche Angaben gemacht zu haben. Cook zeigt sich allerdings kampfbereit und weist darauf hin, dass der Präsident nicht die rechtliche Befugnis habe, ihr dieses Mandat zu entziehen.
Gleichzeitig bleibt der Handelskonflikt zwischen den USA und China ein prägnantes Thema. Trump droht Peking mit Strafzöllen von bis zu 200 Prozent, sollte China die USA nicht weiterhin zuverlässig mit seltenen Erden beliefern. Eine Eskalation dieser Art könnte den Handel zwischen den beiden Wirtschaftsmächten erheblich beeinträchtigen.

