DAX startet ins Jahr 2026: Zwei Welten treffen aufeinander
Der Jahresbeginn 2026 markiert einen beeindruckenen Start für den DAX, der seinen Aufwärtstrend seit der letzten Stimmungserhebung am 17. Dezember des Vorjahres nahtlos fortsetzt. Mit einem Anstieg von rund 3,5 Prozent insgesamt und 2,2 Prozent im neuen Jahr gelingt dem Börsenbarometer eine beachtliche Leistung. Dabei wurden nicht nur drei neue Allzeithochs erreicht, sondern auch die Marke von 25.000 Punkten durchbrochen. Die geopolitischen Turbulenzen – von der US-Militäraktion in Venezuela bis zu den Grönland-Ansprüchen von US-Präsident Donald Trump – scheinen die Marktteilnehmer kaum zu beeindrucken. Selbst die bevorstehenden Zahlen zum US-Arbeitsmarkt werden von den Anlegern weitgehend ignoriert.
Auf der Seite der institutionellen Investoren, die einen mittelfristigen Handelshorizont pflegen, verzeichnet das Deutsche Börse Sentiment einen Rückgang von 12 Punkten auf +4. Das Bullenlager hat sich um 6 Prozentpunkte reduziert, während das Bärenlager um denselben Prozentsatz zugelegt hat. Diese Entwicklungen könnten auf die Verführungskraft der 25.000er-Marke zurückzuführen sein, die zu Jahresbeginn neue bearishe Engagements angestoßen hat.
Im Gegensatz dazu zeigen sich die Privatanleger optimistischer. Bereits vor Weihnachten wurden aus bullisher Position heraus Gewinne realisiert, was sich im Vorjahres-Sentiment-Index mit einem Rückgang auf +5 widerspiegelte. Die heutige Befragung hebt den Index jedoch um 20 Punkte auf +25 an, begünstigt durch einen Anstieg des Bullenlagers um 16 Prozentpunkte. Auch diejenigen Anleger, die über Social Media befragt wurden, weigern sich, den positiven Kurs zu verlassen und schlagen sich ähnlich bullish wie ihre Pendants.
Der Graben zwischen den beiden Anlegergruppen bleibt bestehen. Während Privatanleger, die vormals neutrale Engagements hielten, nun überwiegend ins Bullenlager gewechselt sind, begegnen institutionelle Investoren den hohen DAX-Ständen mit Skepsis und sichern sich in der Hoffnung auf mögliche Marktumkehrungen ab. Sollten die Kurse auf 24.400/24.500 Zähler korrigieren, könnte dies für Bewegung sorgen. Insgesamt jedoch startet der DAX mit einem leicht positiven Stimmungston ins Jahr 2026.

