DAX setzt Erholung fort: Gewinner und Einflussfaktoren im Fokus
Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich am Freitag in einer optimistischen Verfassung und knüpfte an die Erholung des Vortages an. Der DAX, das deutsche Börsenbarometer, verzeichnete einen Anstieg von 0,26 Prozent und schloss bei 23.831 Punkten. Damit rückt er weiter in die Nähe der psychologisch wichtigen Marke von 24.000 Punkten. Auf Wochenbasis deutet sich jedoch ein leichtes Minus an.
Ähnlich positiv entwickelte sich der MDAX, der Index der mittelgroßen Unternehmen, mit einem Zuwachs von 0,69 Prozent und erreichte 29.999 Punkte. Auch der EuroStoxx 50, der Leitindex der Eurozone, legte um 0,35 Prozent zu.
Eine Beruhigung der Anleihemärkte am Vortag nährte Hoffnungen auf eine unterstützende Geldpolitik. Mit Spannung erwartet wurde der US-Arbeitsmarktbericht, da er eine zentrale Rolle bei den Zinsentscheidungen der US-Notenbank Fed spielt. Sollte der Bericht eine Verschlechterung des Arbeitsmarktes signalisieren, könnte der Druck auf die Fed steigen, stärkere Zinssenkungen in Betracht zu ziehen. Eine unerwartet negative Entwicklung könnte sogar eine Zinssenkung um 0,50 Prozentpunkte rechtfertigen.
Laut Stephen Innes von SPI Asset Management befindet sich eine Zinssenkung im September bereits im Markt, dennoch wird es hinsichtlich der geldpolitischen Optionen spannend bleiben. Marktanalyst Jochen Stanzl von CMC Markets bemerkte, dass der Fachkräftemangel Unternehmen dazu veranlasst, verstärkt auf Künstliche Intelligenz zu setzen, um Personal zu reduzieren. Bis zum Zinsentscheid am 17. September müsste ein außergewöhnliches Ereignis eintreten, um die erwartete Leitzinssenkung zu verhindern.
Der Blick auf die DAX-Gewinner offenbart, dass die Aktien von Infineon um 1,6 Prozent zulegten. Positive Nachrichten aus der Chipbranche trieben diesen Anstieg, insbesondere das Vorhaben von Broadcom und OpenAI, gemeinsam einen KI-Beschleuniger zu entwickeln. Im SDAX profitierten Sixt-Aktien von einer Kaufempfehlung der UBS und stiegen um über vier Prozent. Die Bank hob insbesondere das unterschätzte Potenzial durch besseres Flottenmanagement hervor.

