Das letzte Jahresviertel nutzen, um in Form zu kommen
Der Sommer ist vorbei und gleichzeitig auch das Verlangen der Menschen, überflüssige Kilos und Pfunde loszuwerden. Erfahrungsgemäß sind die Fitnessstudios niemals leerer als zwischen September und Dezember (um dann Anfang Januar für einige Wochen aus allen Nähten zu platzen). Auch eine Analyse der Suchanfragen der Suchmaschine Google zeigt dieses Verhalten: nach Schlagworten wie „Abnehmen“ oder „Diät“ suchen die Deutschen regelmäßig nur im Sommer sowie zu Jahresbeginn.
Dabei spricht nichts dagegen, auch zum Jahresende hin noch einmal den Kampf mit den Kilos aufzunehmen. So könnte der Weihnachtsschmaus als Belohnung für das Durchhalten zelebriert und nicht durch eine anschließende Radikaldiät gesühnt werden. Und Gründe, um schlank zu werden und zu bleiben, gibt es schließlich genug. Erst vor kurzem zeigte wieder eine amerikanische Studie, dass ein höheres Maß an Bauchfett auch ein erhöhtes Sterberisiko mit sich bringt. Dazu muss man gar nicht übergewichtig sein; auch Normalgewichtige, die zu viel Fett im Bauchbereich eingelagert hatten, sterben früher („Skinny Fat Syndrome“). Bei Senioren korreliert erhöhtes Bauchfett sogar mit Intelligenzwerten, wie Forscher in Korea herausgefunden haben wollen. Von solchen Ergebnissen kann man halten, was man will, Fakt ist: ein erhöhter Körperfettanteil ist ungesund und weniger attraktiv.
Warum also nicht die letzten 100 Tage des Jahres nutzen, um in Form zu kommen? Viel braucht es dazu nicht: einen groben Ernährungsplan, einen gut durchdachten Trainingsplan und ein wenig Durchhaltevermögen. Für den Anfang reicht es oft schon aus, an den „drei weißen Giften“ zu sparen: Zucker, Salz und weißes Mehl sollten so weit wie möglich vermieden werden. Stattdessen hilft es, sich den Bauch mit Gemüse und Hülsenfrüchten vollzuschlagen und mit etwas Fleisch, Eiern und Milchprodukten zu ergänzen. Allein diese Maßnahmen reichen oft schon aus, um ein paar Kilos zu verlieren. Diese Ernährungsweise eignet sich dabei nicht nur für eine kurzzeitige Diät, sondern auch (und das sollte das Ziel sein), für eine dauerhafte Ernährungsumstellung.
Ähnlich simpel kann ein Trainingsplan aussehen. Anstelle den Körper mit endlosen Jogging-Einheiten, die man ohnehin nicht lange durchhält, ist es sinnvoller, eine Sportart auszuüben, die einem wirklich Spaß macht. Dazu zwei Mal in der Woche moderates Hanteltraining, um die Muskulatur aufrecht zu erhalten sowie generell mehr Bewegung im Alltag (zum Beispiel mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren oder die Treppen benutzen statt mit dem Aufzug zu fahren) reichen völlig aus, wenn man nicht gerade Mr. Olympia werden möchte. Wichtig ist auch hier: eher weniger und dafür konstant und dauerhaft. Die Bewegung sollte in den Tagesrhythmus integriert werden, nur so lässt sich der Plan auch dauerhaft beibehalten.

