Das Ende ist noch nicht geschrieben: MachineGames hat mit Wolfenstein noch eine Rechnung offen
Nach dem triumphalen Erfolg von Indiana Jones und der große Kreis, das plattformübergreifend und sogar auf der PS5 für Furore sorgte und unlängst mit dem Story-DLC Der Orden der Riesen erweitert wurde, scheint MachineGames auf der absoluten Höhe seines Schaffens zu agieren. Hinzu kommen die gefeierten zusätzlichen Kampagnen für die Neuauflagen von Genre-Meilensteinen wie Quake, Quake 2 und Doom, die das Renommee des schwedischen Studios weiter zementiert haben. Doch einst war der Name der Entwicklerschmiede untrennbar mit einer anderen legendären Marke verbunden, der sie zu neuem, zeitgenössischem Glanz verhalfen. Die Rede ist natürlich von der brutalen und doch tiefgründigen Wolfenstein-Saga, deren letzter Hauptableger Youngblood war. Viele befürchteten bereits, dass die Geschichte von B.J. Blazkowicz damit ihr Ende gefunden haben könnte.
Ein Bekenntnis zur Trilogie
Diese Befürchtungen wurden nun auf die schönste nur erdenkliche Weise zerstreut. Im Rahmen von noclips jüngster Dokumentation, „The Making of Wolfenstein“, meldete sich Mitbegründer und Studio Director Jerk Gustafsson mit einer unmissverständlichen Botschaft zu Wort. Er offenbarte, dass das Team die moderne Saga von Anfang an „als eine Trilogie gesehen“ hat. Dieser Masterplan existierte nicht erst seit gestern, sondern war von Beginn an Teil der kreativen DNA des Projekts. Gustafsson führte weiter aus, dass die Reise für den Protagonisten B.J. bereits während der ersten Konzeptionswochen bei id Software grob skizziert wurde. Man hatte schon damals einen Plan, was im zweiten und schlussendlich im dritten Teil geschehen würde.
Die Geschichte, die noch erzählt werden muss
Diese Enthüllung ist mehr als nur ein vages Versprechen; es ist ein klares Bekenntnis zu einem unvollendeten Werk. „Ich denke, das ist wichtig zu sagen, denn, zumindest hoffe ich, dass wir mit Wolfenstein noch nicht fertig sind“, betonte Gustafsson mit spürbarer Leidenschaft. Er schloss mit dem Satz, der in der Community für ein gewaltiges Echo sorgte und die Hoffnungen neu entfachte: „Wir haben eine Geschichte zu erzählen.“ Zwar gab es bereits 2023 eine Stellenausschreibung, die auf die Entwicklung eines neuen First-Person-Spiels hindeutete, doch eine offizielle Ankündigung blieb bislang aus. Angesichts der Gerüchte um weitere Indiana Jones-Titel und dem Erfolg des aktuellen Abenteuers könnte es durchaus noch eine Weile dauern, bis MachineGames tatsächlich zu B.J. Blazkowicz zurückkehrt. Doch die Flamme der Rebellion gegen das Regime ist definitiv noch nicht erloschen.


