Code Vein 2 erhält dringend benötigte Performance Updates: Bandai Namco verspricht Rettung für Ende Februar
Der holprige Start von Code Vein 2 Ende Januar 2026 entwickelte sich zum technischen Desaster. Massive Bildraten-Einbrüche, Ruckler und Abstürze vergraulen Spieler auf PC, PS5 und Xbox Series X/S. Nun reagiert Bandai Namco am 9. Februar mit konkreten Versprechen: Updates zwischen Ende Februar und März sollen Performance und Spielbalance retten. Wird dieser Rettungsversuch ausreichen, um den angeschlagenen Ruf wiederherzustellen?
Technische Mängel überschatten vielversprechendes Gameplay
Die Kritik an Code Vein 2 konzentriert sich primär auf dessen katastrophale Optimierung. Spieler klagen über „tonnenweise nachladende Objekte, abgehackte Zwischensequenzen und niedrige Bildraten in zahlreichen Bereichen und Situationen“. Besonders pikant: Einige Nutzer mussten ihre Bildrate auf 30 FPS limitieren, um überhaupt ein spielbares Erlebnis zu gewährleisten – eine inakzeptable Situation für einen modernen Action-Titel im Jahr 2026. Die Schuld wird vielfach der Unreal Engine 5 zugeschrieben, die offenbar ohne adäquate Feinabstimmung implementiert wurde. Selbst PS5 Pro-Besitzer berichten von willkürlichen Einbrüchen, trotz Leistungsmodus. Diese technischen Desaster überlagern die durchaus interessanten Gameplay-Elemente: Eine Zeitreise-Narrative, in der der Protagonist als Wiedergänger-Jäger die Welt vor der sogenannten Resurgenz retten muss, klingt vielversprechend – doch wenn das Spiel permanent stottert, verliert selbst die packendste Geschichte ihren Reiz.
Geplante Verbesserungen für Stabilität und Kampfbalance
Bandai Namco hat konkrete Maßnahmen angekündigt, die zwischen Ende Februar und März ausgerollt werden sollen. Im Fokus stehen Reduzierungen der Prozessorlast während Kampfsituationen sowie Anpassungen bei der Erkundung offener Gebiete, um konstante Bildraten zu gewährleisten und Ruckler zu eliminieren. Speziell Konsolenspieler, die den „Aktion priorisieren“-Modus nutzen, sollen merkliche Verbesserungen erfahren. Parallel dazu plant das Team Anpassungen der Spielbalance: Die Reaktionsgeschwindigkeit für Ausweichen und Blocken wird verbessert, Ausweichmanöver generell effektiver gestaltet. Bestimmte Angriffe erhalten Justierungen bezüglich ihres „Spielgefühls“, während Gegnerverhalten überarbeitet wird. Details zu diesen Änderungen sollen sukzessive vor den Update-Releases kommuniziert werden. In einem Statement beteuerte Bandai Namco: „Wir haben euer Feedback erhalten, und unser Team ist verpflichtet, das Spiel für ein besseres Erlebnis zu verbessern.“
Community zwischen Hoffnung und Skepsis gespalten
Die Reaktionen auf diese Ankündigung fallen gemischt aus. Während einige Spieler die Transparenz loben und auf Besserung hoffen, äußern andere berechtigte Zweifel, ob ein paar Updates Monate nach Launch ausreichen, um fundamentale Engine-Probleme zu beheben. Die Tatsache, dass bereits der Charaktereditor-Demo vor Release Tausende Anpassungsoptionen bot und spielbar war, macht das Versagen der finalen Version umso rätselhafter. Spieler konnten bis zu 64 Charaktere im Demo speichern und ins Hauptspiel übertragen – doch wozu, wenn das Hauptspiel kaum läuft? Die negative Bewertungswelle auf Steam spiegelt diese Frustration wider. Besonders bitter: Code Vein 2 hätte das Potenzial, Souls-ähnliche Action mit einzigartiger Anime-Ästhetik zu kombinieren, doch technische Inkompetenz sabotiert diese Vision.
Zeitdruck und Erwartungen an kommende Patches
Die angekündigten Updates müssen liefern – und zwar schnell. Zwei bis sechs Wochen Wartezeit mögen kurz erscheinen, doch in der schnelllebigen Gaming-Landschaft von 2026 ist das eine Ewigkeit. Spieler wenden sich bereits anderen Titeln zu, und erste Rückerstattungen häufen sich. Bandai Namco steht unter enormem Druck, nicht nur die Performance zu stabilisieren, sondern auch das Vertrauen zurückzugewinnen. Die Tatsache, dass selbst grundlegende Funktionen wie flüssige Zwischensequenzen zum Launch nicht funktionierten, wirft Fragen über die Qualitätssicherung auf. Ob die versprochenen „kontinuierlichen Updates“ ausreichen, um Code Vein 2 vor dem Schicksal anderer technisch gescheiterter Releases zu bewahren, bleibt abzuwarten. Das Spiel ist auf PC, PS5 und Xbox Series X/S verfügbar – vorausgesetzt, man kann über die Performance hinwegsehen.


