Chinesische Gärten - Ein Urquell der Gartenkunst

Chinesische Gärten existieren bereits seit rund 5000 Jahren und verfügen aufgrund ihrer aufregenden Schönheit sowie ihrer langen Tradition, innerhalb derer sich die chinesische Gartenkunst prächtig entwickeln konnte, eine ungebrochene Strahlkraft auf die asiatische Gartengestaltung. Selbst die kunstvollen Gärten Japans und Koreas, deren Erbauer auf ihre kulturelle Eigenständigkeit Wert legen, besitzen demnach eine Art chinesischer Grundstruktur.
Chinesische Gärten im Spiegel von Kunst und Kultur
Ein Kontinuum der chinesischen Kultur ist, dass die Gartengestaltung stets einen breiten Raum in Staat und Gesellschaft einnahm. Anders als in Europa, wo kunstvoll angelegte Gärten erst um das 18. Jahrhundert herum in der bildnerischen Gestaltung auftauchten, entwickelten sich in China Gartenkunst und Malerei von Anfang an parallel zueinander. Dazu gesellten sich Einflüsse von den Künsten der Dichtung, Dramatik, Kalligraphie, Bildhauerei und Architektur, die eine fruchtbare Wechselbeziehung mit der chinesischen Gartengestaltung eingehen konnten. Haben auch Sie Lust bekommen auf eine ambitionierte Gartengestaltung, dann schauen Sie doch einmal auf Pineca.de Gartenhäuser vorbei.
Die Philosophie chinesischer Gartenkunst
Die Philosophie chinesischer Gartenkunst weist auf einen deutlichen Unterschied zu den europäischen Gärten hin, denn anders als in Europa steht in China bei der Gartengestaltung nicht die Natur im Vordergrund, die hier zwar ebenfalls eine Rolle spielt, aber eingebettet ist in ein großes Ganzes. Dabei geht in bei der Gartengestaltung in China darum, ein perfektes Abbild des Universums darzustellen mit allen damit einhergehenden künstlerischen Ambitionen. Zu dieser Aufgabe gehören die Integration und ideale Anordnung der „sieben Dinge“, von Himmel, Erde, Steine, Wasser, Gebäude, Wege und Pflanzen, sodass deren Gegensätze miteinander versöhnt und in Harmonie zueinander gebracht werden. Erst dann können sie ihre volle Kraft entfalten.
Abwechslungsreiche Gestaltung
Im Sinne dieser Harmonielehre sind chinesische Gärten höchst abwechslungsreich gestaltet und integrieren in sich die unterschiedlichsten Elemente. Für eine aufregende Natur stehen bizarre Felslandschaften, liebliche Flussläufe, über die gezackte Bogenbrücken führen, sowie viele Bäume und schließlich Steine als Bindeglied zwischen Wasser und Mensch. Weitere Effekte verschaffen überdachte Wege, Tierskulpturen wie der Steinlöwe sowie das Tingtang als üppig verzierter Haustyp inmitten einer großen, gepflasterten Fläche, dem immer eine Sitzbank vorgelagert ist.
Das Tingtang steht dabei für einen Platz zum Diskutieren sowie für einen hellen, großen und sonnigen Platz. Auch ein schmucker Teepavillon sollte nicht fehlen, denn das gemeinsame Teetrinken im eigenen Garten nimmt in der chinesischen Gesellschaft einen hohen Stellenwert ein. Chinesen mögen auch mit Lotuspflanzen verzierte Seen mit Fischen, die für Reichtum und Ergiebigkeit stehen. Wer es besonders authentisch haben möchte, sollte sich dabei für Goldfische entscheiden, die ursprünglich aus China kommen.
Die Grundcharakteristiken
Bevorzugte Materialien bei der Gartengestaltung in China sind Natursteine, Holz und Tondachziegel. Sofern es sich nicht um einen ausgewiesenen kaiserlichen Garten handelt, dominieren in chinesischen Gärten die Grundfarben weiß, schwarz, grau und dunkelrot.
Die Auswahl der Pflanzen und Bäume sollte viel Grün in den Garten bringen, die in China die Ruhe, Hoffnung und Frische symbolisiert. Deswegen dominieren in chinesischen Gärten Landpflanzen wie Moos, die gern auch dazu verwendet werden, die zahlreichen Steinplatten zu bedecken. Die wohldosierten, aber expressiven Farbtupfer bringen meist die Fruchtbäume in den chinesischen Garten, die somit bestens dazu geeignet sind, alle Sinne im Menschen anzuregen.
Pflanzen und Bäume
Auch wenn allein die Architektur in chinesischen Gärten ungefähr einen Platz von 20 bis 30 % einnimmt, gehören natürlich auch in China schöne Blumen, Bäume und Pflanzen zu einem vollkommenen Garten dazu. Ein echter chinesischer Garten weist dabei Pflanzen auf, von denen immer einige zu jeder Jahreszeit blühen. Zu den Grundpflanzen gehören die Trauerweide, die Winterkirsche, die Päonien, die Chrysanthemen, der Bambus und die Lotosblume. Weitere Farbtupfer in den eigenen Garten bringen Pfingstrosen, Rhododendren, Azaleen, Taglilien, Magnolien und Kamelien.
Bäume sollten hingegen eine gewisse Harmonie ausstrahlen, sodass auf allzu wilde Exemplare verzichtet werden sollte. Beliebt sind hingegen die Pfirsich- und Pflaumenbäume, die in China als Bäume des Glücks gelten. Auch Kirschbäume sind in chinesischen Gärten anzutreffen. Weiden wiederum werden geschätzt, da sie den Anfang des männlichen Yangs symbolisieren. Die Männlichkeit symbolisieren auch die Kiefern.

