Bundeswehr verzeichnet Rekordzahl an Amtshilfeanträgen
Die Bundeswehr erlebt 2024 eine signifikante Zunahme bei den Amtshilfeanträgen, wie aus neuen Berichten hervorgeht. Stolze 207 Anträge wurden bislang verzeichnet, nahezu eine Verdreifachung gegenüber den bescheidenen 72 Anträgen des Vorjahres.
Verantwortlich für diesen Anstieg sind unter anderem Naturkatastrophen wie Hochwasser in Süddeutschland sowie Großveranstaltungen, etwa die Fußball-Europameisterschaft in Deutschland und Einsätze bei verheerenden Waldbränden. Selbst bei der Suche nach dem vermissten autistischen Jungen Arian aus Bremervörde wurde die Bundeswehr zur Unterstützung herangezogen.
Dennoch wurden lediglich 13 der Anträge im vergangenen Jahr abgelehnt. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Einsatz der Bundeswehr im Inland sind streng reglementiert, um einen Missbrauch der Streitkräfte zu verhindern.
Es ist essenziell, dass die Einsatzbereitschaft der Truppe nicht gefährdet wird, betont der Wehrbeauftragte des Bundestages, Henning Otte. Er sieht in der hohen Zahl der Anträge auf Amtshilfe auch den Bedarf für personelle Verstärkung innerhalb der Truppe und mahnt zu einer sorgfältigen Prüfung jedes Antrags, um die operative Stärke der Bundeswehr zu erhalten.

