BP setzt den Rotstift an: Kosten runter, Bilanz rauf

Der britische Energieriese BP legt den Sparhebel um und nimmt vorerst Abstand von neuen Aktienrückkäufen. Nach Unternehmensangaben sollen überschüssige Barmittel nun primär zur Stärkung der Bilanz eingesetzt werden. Bis zum Jahr 2027 plant BP, seine Ausgaben um beachtliche 5,5 bis 6,5 Milliarden Dollar zu reduzieren — eine Summe, die um 1,5 Milliarden Dollar über den bisherigen Zielen liegt.
Im zurückliegenden vierten Quartal erzielte BP einen bereinigten Nettogewinn von 1,54 Milliarden Dollar und entsprach damit den Erwartungen der Analysten. Doch im direkten Vergleich zum dritten Quartal, als der Gewinn bei 2,2 Milliarden Dollar lag, ist ein Rückgang bemerkbar. Auch gegenüber dem Vorjahreszeitraum, als BP knapp 1,2 Milliarden Dollar erzielte, lässt sich gleichermaßen eine Veränderung erkennen.
Die Konsequenzen dieser strategischen Neuausrichtung zeigten sich unmittelbar an der Börse: Im frühen Handel fiel die Aktie um nahezu sechs Prozent — vor allem infolge der Ankündigung, auf Aktienrückkäufe vorläufig zu verzichten. Händler erklärten diesen Kursverlust insbesondere mit der Entscheidung des Unternehmens, die Finanzressourcen primär für die Bilanzstärkung zu verwenden.

