Einzelhandelsstimmung wird bärisch, während Bitcoin-Bestände bei kleinen und großen Wallets steigen

Bitcoin (BTC) erlebte am Freitag einen erneuten Rückgang von fast 4 % und fiel auf $66.200, da die Lage im Nahostkonflikt weiterhin äußerst fragil bleibt.
Vor diesem Hintergrund werden Einzelhändler zunehmend pessimistisch gegenüber der führenden Kryptowährung, während die Akkumulation durch verschiedene Gruppen weitergeht.
Akkumulation trotz FUD
Das Blockchain-Analyseunternehmen Santiment hat festgestellt, dass Marktteilnehmer im Einzelhandel angesichts der jüngsten Kursschwäche zunehmend bärisch gegenüber Bitcoin werden.
Laut den neuesten sozialen Daten des Unternehmens deutet die vermehrte Nutzung von Begriffen wie „Dip“, „Crash“ und „Blutbad“ auf wachsende Angst, Unsicherheit und Zweifel in der Kryptodiskussion hin. Frühere Fälle zeigen, dass solche Stimmungstrends oft mit einem konträren Marktverhalten zusammenfallen, bei dem sich die Preise gegen die vorherrschenden Einzelhandelsnarrative bewegen.
Santiments Verhaltensindikatoren legen nahe, dass Phasen, die von pessimistischen Einzelhandelsgesprächen dominiert werden, oft mit günstigen Einstiegspunkten übereinstimmen, während Spitzen im Optimismus, gekennzeichnet durch Begriffe wie „Kaufen“ oder „Mooning“, zu lokalen Höchstständen geführt haben.
Diese Divergenz in der Stimmung entfaltet sich parallel zur fortgesetzten Akkumulation durch größere Marktteilnehmer. In einer separaten Analyse berichtete das Unternehmen, dass Wallets, die zwischen 10 und 10.000 BTC halten, im vergangenen Monat 61.568 BTC hinzugefügt haben, da die Kaufaktivität unter Walen und Haien trotz der jüngsten Korrektur von Bitcoin anhält.
Gleichzeitig haben auch kleinere Wallets, die weniger als 0,01 BTC halten, ihre Bestände in ähnlichem Tempo erhöht. Dies ist eine ungewöhnliche Überschneidung, bei der sowohl große als auch kleine Gruppen von BTC-Inhabern gleichzeitig akkumulieren.
Abwärtsrisiken
Einige Analysten widersprechen der Idee, dass Bitcoin sich auf eine Erholung vorbereitet. Beispielsweise beschrieb Doctor Profit zuvor, dass jeder Anstieg eine Bullenfalle sei, und argumentierte, dass die allgemeine Marktschwäche und ungelöste makroökonomische Druckfaktoren weiterhin auf die Kursentwicklung drücken. Er verwies auf das Versäumnis von Bitcoin, stärkere Niveaus zurückzuerobern, und den steilen Rückgang von früheren Höchstständen als Anzeichen dafür, dass der Trend fragil bleibt.
Der Analyst warnte auch davor, dass die Bedingungen dem COVID-19-Marktcrash ähneln könnten, was die Möglichkeit eines schärferen, liquiditätsgetriebenen Ausverkaufs erhöht, wenn das Risikosentiment weiter nachlässt.

