Borussia Dortmund trotzt Gewinnrückgang durch Rekordumsatz
Die Bilanz von Borussia Dortmund für das vergangene Geschäftsjahr zeigt eine deutliche Verringerung des Gewinns, jedoch auch einen bemerkenswerten Rekordumsatz. Der Fußballclub konnte im operativen Geschäft ein Ebitda von fast 116 Millionen Euro erwirtschaften, was jedoch einen Rückgang von fast 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Besonders drastisch fiel der Jahresüberschuss mit nur noch 6,5 Millionen Euro aus, einem Rückgang von 85 Prozent. Trotz dieser Zahlen plant Finanzgeschäftsführer Thomas Treß, nahezu den gesamten Gewinn an die Aktionäre auszuschütten, die sich auf eine Dividende von sechs Cent je Aktie freuen dürfen.
Ausschlaggebend für den Gewinneinbruch waren insbesondere geringere Einnahmen aus Transfers. Der Verkauf von Jude Bellingham im vorherigen Geschäftsjahr an Real Madrid für über 100 Millionen Euro konnte nicht wiederholt werden. Infolgedessen sank die Bruttokonzerngesamtleistung um 7,7 Prozent auf etwa 590 Millionen Euro. Dennoch wuchs der Konzernumsatz abseits von Spielerverkäufen um 3,3 Prozent auf einen Rekord von 526 Millionen Euro, unterstützt durch Einnahmen aus dem Spielbetrieb, Werbung, TV-Vermarktung und Merchandising.
Die Börse zeigte sich von diesen Nachrichten unbeeindruckt, denn die Aktie von Borussia Dortmund, die im SDax notiert ist, erlebte zuletzt ein leichtes Plus von einem halben Prozent. Seit Jahresbeginn konnte sie sogar einen Zuwachs von 16 Prozent verzeichnen. Der vollständige Geschäftsbericht wird am 26. September erwartet.

