Börsenbericht: Dax tritt auf der Stelle – Quartalszahlen im Fokus
Der deutsche Leitindex Dax setzte seine schwächelnde Phase am Donnerstag fort und fiel in der ersten Handelsstunde um 0,29 Prozent auf 23.981 Punkte. Damit bleibt die Marke von 24.000 Punkten weiterhin unerreicht und spiegelt den seit Wochen andauernden Seitwärtstrend wider. Auch der MDax der mittelgroßen Unternehmen verzeichnete ein Minus von 0,59 Prozent und sackte auf 29.202 Punkte ab. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,2 Prozent.
Analysten blicken derzeit gespannt auf die Quartalsberichte der Unternehmen, deren Zahlen selbst keine signifikanten Markttreiber sind. Martin Utschneider vom Broker Robomarkets kommentierte: "Der Dax bleibt im Seitwärtstrend", und wies auf die kurzfristigen Risiken hin.
Erfreuliche Ausreißer gab es dennoch: Zalando überraschte mit einem fulminanten Sprung von 8,3 Prozent und kletterte damit an die Spitze des Dax. Experten lobten vor allem die Verbesserung des Bruttowarenwerts und Umsatzes, trotz enttäuschender Gewinne je Aktie durch besondere Kostenfaktoren.
Die DHL Group erfreute ihre Anleger mit einem Kursgewinn von 5,9 Prozent. Dank effizientem Kostenmanagement konnte der Logistikkonzern die unerwartet günstigen Quartalsergebnisse in einem herausfordernden Umfeld präsentieren.
Im MDax glänzte Rational mit einem deutlichen Kursplus von 7 Prozent. Der Großküchen-Spezialist übertraf die Erwartungen hinsichtlich des operativen Ergebnisses und Nettogewinns. Freenet zeigte sich robust, die Aktien stiegen um 3,1 Prozent, da die Ergebnisse besser ausfielen als befürchtet.
Ein weiterer Highlight im SDax war Suss mit einem kräftigen Anstieg von fast 17 Prozent, getrieben von positiven Aussichten nach einer schwächeren Phase. Einen weitaus düsteren Tag erlebte hingegen Heidelberg Materials, deren Aktien um 3,4 Prozent fielen, obwohl der Baustoffgigant über steigende Umsätze berichtete.
Die Commerzbank sah sich einem Rückgang von 2,6 Prozent ausgesetzt, bedingt durch eine erhöhte Steuerlast. Hellofresh und Auto1 setzten ihre Talfahrten unvermindert fort. Besonders Lanxess zeigte sich mit einem Kursverfall von 10,5 Prozent anfällig für das derzeit schwierige Wirtschaftsumfeld. Auch Hochtief und Hamborner Reit hatten mit Verlusten zu kämpfen, noch bevor beziehungsweise nachdem geplante Zahlen veröffentlicht wurden.

