BlockTower’s Ari Paul: Bitcoin könnte nie wieder ein Allzeithoch erreichen

Ari Paul, CIO und Mitbegründer von BlockTower Capital, äußerte sich kürzlich auf der Plattform X zu den aktuellen Entwicklungen auf dem Bitcoin- und Kryptomarkt. Er sieht zwei mögliche Szenarien: Entweder markiert der aktuelle Rückgang einen dauerhaften Höhepunkt der „organischen Adoption“ der derzeitigen Kryptowährungen, oder es handelt sich um eine Korrektur, die einem weiteren spekulativen Anstieg vorausgeht.
Hat Bitcoin seinen endgültigen Höhepunkt erreicht?
In Pauls pessimistischer „A“-Szenario-Analyse argumentiert er, dass der Kryptomarkt bereits alle möglichen positiven Einflüsse erlebt hat, darunter eine weitreichende Markenbekanntheit und politische Unterstützung, während regulatorische Hürden in den USA kaum vorhanden sind. Dennoch sei die Nachfrage nicht über frühere Zyklen hinausgewachsen.
Paul zieht Parallelen zur Dotcom-Blase der 2000er Jahre und warnt vor möglichen weiteren Liquidationen, die den Markt noch weiter nach unten drücken könnten. Im optimistischen „B“-Szenario sieht Paul die Möglichkeit, dass Kryptowährungen von spekulativen Kapitalflüssen und der Suche nach Alternativen zu Fiat-Währungen profitieren könnten.
Paul betont, dass trotz der Preisentwicklung weiterhin Innovationen im Kryptobereich stattfinden und die Nutzung in bestimmten Nischen wächst. Er sieht auch die Möglichkeit, dass reiche und mächtige Akteure den Markt weiterhin beeinflussen könnten, was die Volatilität aufrechterhält.
Eric Weiss, CIO der Blockchain Investment Group, kritisierte Pauls Beitrag als unentschlossen, während Paul entgegnete, dass eine ständige Sicherheit in der Marktprognose unehrlich sei. Er verteidigte seine probabilistische Herangehensweise als gängige Praxis unter Händlern und Portfoliomanagern.
Paul äußerte auch Bedenken hinsichtlich der langfristigen Stabilität von Bitcoin. Er sieht die Notwendigkeit, dass Bitcoin entweder größer oder kleiner wird, um langfristig zu überleben, da das aktuelle Sicherheitsbudget im Verhältnis zur Marktkapitalisierung von Bitcoin bereits sehr gering sei.
Pauls Positionierung
Paul gab an, in den letzten sechs Monaten nicht aktiv im Kryptomarkt gehandelt zu haben, und erklärte, dass er knapp verpasst habe, den Großteil seiner Kryptowährungen zu verkaufen, als Bitcoin die Marke von $125.000 erreichte. Er hatte auf $135.000 als mittelfristiges Hoch gehofft, fand jedoch den anschließenden Ausverkauf tiefer und länger als erwartet.
Derzeit handelt er aktiver und plant, seine Positionen bei einem Bitcoin-Kurs von etwa $90.000 neu zu bewerten. Er sieht auch die Möglichkeit, dass Bitcoin für ein Jahr zwischen $15.000 und $40.000 gehandelt werden könnte, bevor neue Höchststände erreicht werden, möglicherweise ausgelöst durch erzwungene Verkäufe von Krypto-Unternehmen.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag der Bitcoin-Kurs bei $69.178.

