Bitcoin: Realisierte Nettoverluste steigen wöchentlich um 60 % auf -$410 Millionen

Bitcoin-Investoren, die ihre Bestände nur kurz halten, verkaufen zunehmend mit Verlust. Der gleitende 7-Tage-Durchschnitt (7DMA) des realisierten Netto-Gewinns/Verlustes ist auf -$410 Millionen gefallen, was eine Verschlechterung um 60 % im Vergleich zur Vorwoche darstellt, als der Wert bei -$256 Millionen lag.
Gleichzeitig bleibt das Short-Term Holder Spent Output Profit Ratio (STH SOPR), ein Indikator, der misst, ob kürzliche Käufer über oder unter ihrem Kaufpreis verkaufen, seit neun Tagen in der Verlustzone.
Analyse der Zahlen
Die Kennzahl des realisierten Netto-Gewinns/Verlustes summiert die Gewinne und Verluste aller auf der Blockchain bewegten BTC in einem bestimmten Zeitraum. Ein negativer Wert bedeutet, dass mehr Wert verloren als gewonnen wurde. Der 7-Tage-Durchschnitt hilft dabei, tägliche Schwankungen auszugleichen und zugrunde liegende Trends zu erkennen.
Analyst Axel Adler Jr. weist darauf hin, dass sich dieser Trend weiterhin in die falsche Richtung bewegt. Der aktuelle 7DMA-Wert liegt bei -$410 Millionen, was einen Rückgang von etwa -$256 Millionen darstellt und somit eine Veränderung um $154 Millionen innerhalb einer Woche markiert.
Der schlechteste Wert des gerade abgeschlossenen ersten Quartals wurde am 7. Februar mit -$1,99 Milliarden erreicht. Der aktuelle Wert ist zwar nicht so extrem, jedoch ist die Richtung entscheidend, da die Verluste nach einer relativ ruhigen Phase wieder zunehmen.
Ein weiterer von Adler hervorgehobener Indikator, das STH SOPR, liegt seit neun Tagen unter 1,0 und aktuell bei 0,9899. Ein Wert unter 1,0 bedeutet in der Regel, dass Verkäufer im Durchschnitt Verluste hinnehmen.
Adler betont, dass das STH SOPR allein kein mechanisches Verkaufssignal darstellt, jedoch in der Vergangenheit anhaltende Werte unter 1,0 sowohl vor lokalen Tiefpunkten als auch vor weiteren Preisrückgängen auftraten.
Analysten warnen vor weiteren Rückgängen
Die anhaltenden Verlustverkäufe unter kurzfristigen Haltern spiegeln eine allgemeine Abkühlung der Marktstimmung wider.
Der pseudonyme Analyst Mr. Wall Street hat sich sowohl kurzfristig als auch mittelfristig vollständig bärisch positioniert. Er argumentiert, dass die frühere Rallye von Bitcoin von $60.000 auf $76.000 wahrscheinlich genutzt wurde, um Liquidität für einen größeren Rückgang zu schaffen. Er hat Short-Positionen eröffnet und zielt auf potenzielle Rückgangsniveaus zwischen $40.000 und $45.000 ab.
Für Marktteilnehmer, die wissen möchten, wann der Druck nachlässt, empfiehlt Adler, darauf zu achten, wann das STH SOPR wieder über 1 steigt und der realisierte Netto-Gewinn/Verlust gleichzeitig und über einen längeren Zeitraum positiv wird.
Bitcoin selbst wurde am 2. April nahe $66.000 gehandelt, was einem Rückgang von etwa 30 % gegenüber dem Höchststand im Januar entspricht. Dies folgte auf eine neue Abwärtsbewegung nach einer Erklärung von Donald Trump, dass der militärische Konflikt mit dem Iran fortgesetzt und nicht deeskaliert werde.

