Bitcoin-Angebot im Gewinn deutet auf bullisches Kreuz im ersten Quartal 2026 hin

Bitcoin kämpft weiterhin unter der Marke von $90.000, was auf einen Markt hinweist, der nach Wochen der Konsolidierung keine bullische Dynamik zurückgewinnen konnte. Mehrere Versuche, höhere Niveaus zu erreichen, sind gescheitert, was die wachsende Skepsis unter Analysten verstärkt, die nun offen über das Risiko eines breiteren Bärenmarktes sprechen, der sich bis 2026 erstrecken könnte. Die Stimmung bleibt fragil, geprägt von Vorsicht und reduzierter Risikobereitschaft, während Händler auf klarere Bestätigungen für die nächste Richtungsbewegung warten.
Dennoch sind nicht alle überzeugt, dass der bullische Zyklus vorbei ist. Einige Investoren argumentieren, dass Bitcoin sich in einer Übergangsphase befindet, anstatt eine vollständige Trendwende zu erleben. Laut dem On-Chain-Analysten Axel Adler bietet die aktuelle Konstellation des "Supply in Profit"-Metrik von Bitcoin wichtigen Kontext.
Adler hebt hervor, dass das "Supply in Profit" von den Höchstständen im Oktober über 19 Millionen BTC auf etwa 13,5 Millionen BTC nach der Korrektur von den Allzeithochs stark gefallen ist. Dieser Rückgang hat den kurzfristigen 30-Tage-Durchschnitt deutlich unter den 90-Tage-Durchschnitt gedrückt und eine Lücke von etwa 1,75 Millionen BTC geschaffen.
Während eine ähnliche Konfiguration im Jahr 2022 vor einer längeren Bärenphase auftrat, bemerkt Adler einen entscheidenden Unterschied: Der 365-Tage-Durchschnitt bleibt historisch hoch. Wichtig ist, dass der 30-Tage-Durchschnitt Mitte Dezember einen lokalen Tiefpunkt gebildet zu haben scheint und beginnt, sich zu stabilisieren.
Adler argumentiert, dass, wenn Bitcoin die aktuellen Preisniveaus halten oder übertreffen kann, diese Stabilisierung die frühe Grundlage für eine erneute bullische Phase später im Jahr 2026 markieren könnte.
"Supply in Profit" signalisiert ein kritisches Wendefenster
Axel Adler teilte auch eine zukunftsgerichtete Prognose, die die Konvergenz zwischen den 30-Tage- und 90-Tage-Durchschnitten der "Supply in Profit"-Metrik von Bitcoin verfolgt und eine potenzielle Roadmap für die nächste strukturelle Verschiebung bietet. Das Modell extrapoliert die aktuellen Änderungsraten, um zu schätzen, wann eine bullische Konfiguration – definiert durch das Überschreiten des SMA 30 über den SMA 90 – auftreten könnte.
Laut Adlers Analyse verengt sich die Lücke zwischen diesen beiden gleitenden Durchschnitten derzeit mit einer Geschwindigkeit von etwa 28.000 BTC pro Tag. Wichtig ist, dass diese Konvergenz nicht durch eine starke Erholung des "Supply in Profit" angetrieben wird, sondern durch einen mechanischen Rückgang des SMA 90.
Da die Spitzenwerte vom Oktober, als das "Supply in Profit" 19–20 Millionen BTC erreichte, aus dem 90-Tage-Berechnungsfenster herausfallen, erzeugt der Abwärtsdruck auf den längeren Durchschnitt einen vorübergehenden "Rückenwind" für die Konvergenz. Dieser Effekt wird voraussichtlich bis Ende Januar anhalten.
Wenn die aktuellen Bedingungen bestehen bleiben, prognostiziert Adler ein potenzielles bullisches Kreuz zwischen Ende Februar und Anfang März. Die Prognose bleibt jedoch stark preisabhängig. Die Angebotselastizität zum Preis wird auf 1,3x geschätzt, was bedeutet, dass ein Preisrückgang von 10% einen Rückgang des "Supply in Profit" um 13% auslösen könnte.
Das Niveau von $70.000 ist laut der Prognose entscheidend. Fällt der Preis darunter, würde der SMA 30 wahrscheinlich schneller fallen als der SMA 90, was die Konvergenzthese ungültig machen und ein Szenario einer verlängerten Erholung wie 2022 wieder eröffnen würde.
Bitcoin-Preis kämpft unter entscheidendem Widerstand
Bitcoin handelt weiterhin unter der Schwelle von $90.000, was auf einen Markt hinweist, der trotz kurzfristiger Stabilisierung strukturell schwach bleibt. Der Chart zeigt, dass BTC nach einem scharfen Rückgang aus der Region von $100.000–$105.000 konsolidiert, ein Schritt, der die frühere Unterstützung entscheidend in Widerstand verwandelte. Diese Ablehnung markierte einen klaren Verlust der bullischen Kontrolle und leitete eine tiefere Korrekturphase ein.
Der Preis komprimiert sich nun unter den abwärts geneigten 50-Tage- und 100-Tage-Durchschnitten. Diese Konfiguration verstärkt den vorherrschenden Abwärtstrend und deutet darauf hin, dass Aufwärtsversuche wahrscheinlich auf Angebotsdruck stoßen werden. Der 200-Tage-Durchschnitt, der derzeit weit über dem Spotpreis liegt, zeigt, wie weit BTC von seinem längerfristigen Trendgleichgewicht abgewichen ist.
Das Momentum hat sich seit dem Ausverkauf im November deutlich abgekühlt. Während die Verkaufsintensität nachgelassen hat, deutet das Fehlen eines starken bullischen Volumens darauf hin, dass Käufer vorsichtig bleiben. Die jüngste Kursbewegung ähnelt eher einer Konsolidierungsphase als einer Umkehrung, wobei BTC zwischen etwa $85.000 und $90.000 schwankt. Dieses Verhalten spiegelt oft Unentschlossenheit wider, anstatt Akkumulation.
Derzeit bleibt $90.000 das entscheidende Niveau, das die Bullen zurückerobern müssen, um die Stimmung spürbar zu verändern. Ein Scheitern dabei hält die Abwärtsrisiken im Spiel, wobei $85.000 als kurzfristige Unterstützung fungiert. Solange der Preis die entscheidenden gleitenden Durchschnitte nicht zurückgewinnt, begünstigt die breitere Struktur weiterhin eine seitwärts gerichtete oder korrigierende Kursbewegung.

