Bank of England hält Leitzins stabil – Markt blickt auf Dezember
Die Bank of England bleibt ihrer Linie treu und belässt den Leitzins unverändert bei 4,0 Prozent. Nach ihrer geldpolitischen Sitzung in London verkündete die britische Notenbank erwartungsgemäß diesen Beschluss, der von vielen Volkswirten vorhergesagt wurde. Interessant indes: Die Tür für eine mögliche Zinssenkung im Dezember wurde schon mal vorsichtig geöffnet.
Die Entscheidung fiel innerhalb des geldpolitischen Ausschusses der Notenbank knapp aus. Fünf Mitglieder stimmten für die Beibehaltung des Zinssatzes, während vier Mitglieder eine Senkung um 0,25 Prozentpunkte bevorzugten. Bereits im vergangenen Monat verzichtete die Bank auf eine Anpassung des Zinssatzes, nachdem im August eine Reduzierung um 0,25 Punkte vorgenommen worden war.
In der Aussicht auf mögliche Zinssenkungen machte Andrew Bailey, der Chef der Bank of England, deutlich, dass erst ein Rückgang der Inflation auf das Ziel von 2 Prozent abgewartet werden solle. Die aktuelle Inflationsrate liegt bei 3,8 Prozent. Volkswirt Dirk Chlench von der Landesbank Baden-Württemberg rechnet daher fest mit einer Zinssenkung im Dezember. Dies dürfte die Märkte nicht überrascht haben, führte doch die Ankündigung dazu, dass das britische Pfund gegenüber Dollar und Euro leicht nachgab, während die Kurse britischer Staatsanleihen und Aktien zulegten.

