Bäder im Fokus: Deutschlands Heilbäder verlangen Bundesunterstützung
Deutschlands Heilbäder und Kurorte stehen vor einer finanziellen Zerreißprobe und fordern nun Unterstützung vom Bund. Brigitte Goertz-Meissner, die Präsidentin des Deutschen Heilbäderverbands, betont die Dringlichkeit der Lage: Zahlreiche Thermalbäder, insbesondere jene in kommunaler Trägerschaft, sind von der Schließung bedroht. Diese Bäder stellen einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar, gerade in ländlichen Regionen, und ihre Erhaltung ist von bundesweiter Bedeutung.
Der finanzielle Druck resultiert aus steigenden Energie- und Personalkosten sowie aus Verlusten infolge der Zwangsschließungen während der Corona-Zeit. Diese Belastungen treffen vor allem kleine Gemeinden, die strukturell kaum in der Lage sind, die notwendigen Finanzierungen zu stemmen. Trotz der Branche, die 550.000 Arbeitsplätze sichert und auf steigende Nachfrage stößt, bleibt die Unterstützung aus Bundesmitteln spärlich.
Ein Förderprogramm des Bundesbauministeriums zur Sanierung kommunaler Sportstätten sieht 333 Millionen Euro vor, doch Thermalbäder sind von diesen Mitteln ausgeschlossen. Dieses Versäumnis führt zu scharfer Kritik seitens Goertz-Meissner, die bemängelt, daß wichtige Gesundheitsstandorte schlichtweg übersehen wurden.
Damit Deutschlands Heil- und Thermalbäder den wachsenden Bedarf an Gesundheitsleistungen auch zukünftig decken können, sind Investitionen unumgänglich. Doch den finanzschwachen Kommunen fehlen dazu die Mittel.

