Autogipfel: Bundesregierung sucht Wege zur Stärkung der Autobranche
Im Vorfeld eines wichtigen Autogipfels in der kommenden Woche bereitet sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) darauf vor, die entscheidenden Fragen zur Wettbewerbsfähigkeit der Autoindustrie in Deutschland zu adressieren. Der Gipfel, der am Donnerstag dem 9. Oktober im Kanzleramt stattfindet, bringt Vertreter von Automobilherstellern, Zulieferern, Verbänden sowie der IG Metall zusammen. Auch Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) und mehrere Minister nehmen an dem Treffen teil, ebenso wie Ministerpräsidenten der Länder mit Produktionsstätten.
Der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer betonte die Dringlichkeit der aktuellen Lage und äußerte die Hoffnung, in den zweistündigen Beratungen gemeinsame Lösungen zu erarbeiten. Ziel sei es, die Autoindustrie zukunftsfähig zu gestalten, Arbeitsplätze zu sichern und gleichzeitig die Klimaziele nicht aus den Augen zu verlieren.
Ein zentrales Thema ist das geplante Verbot neuer Verbrenner-Fahrzeuge in der EU ab 2035. Hierbei spielt die Festlegung einer klaren deutschen Position eine entscheidende Rolle. Meyer wies darauf hin, dass aktuell auf europäischer Ebene Überprüfungen anstehen, die in die deutschen Überlegungen mit einfließen werden. Obwohl diese Entscheidungen möglicherweise nicht bis nächste Woche getroffen werden, ist laut Meyer zumindest mittelfristig mit deutlichen Fortschritten zu rechnen.
Die deutsche Automobilbranche, die mit rückläufigen Absatzzahlen, zunehmender Konkurrenz aus China und Herausforderungen beim Übergang zur Elektromobilität kämpft, steht unter enormem Druck. Infolgedessen haben viele Unternehmen bereits ihre Strategien auf Sparkurs umgestellt, den Personalabbau eingeleitet oder Schichten reduziert, um den schwierigen Zeiten entgegenzuwirken.

