Aufstieg eines Komikers: Nate Bargatze plant eigene Freizeitparks
Nate Bargatze, der sich in den letzten Jahren als Stand-up-Comedian einen Namen gemacht hat, bahnt sich überraschend seinen Weg in die Welt der Freizeitparks. Dabei ist seine Vorgehensweise gar nicht so unähnlich zu jener von Walt Disney. Als Außenseiter, der von der Unterhaltungsbranche anfangs nur zögerlich anerkannt wurde, hat er es geschafft, die Herzen der Zuschauer so sehr für sich zu gewinnen, dass kein Studio mehr um ihn herumkommt. Doch anstatt Teil eines bestehenden Systems zu werden, hat Bargatze mit Nateland sein eigenes Unternehmen gegründet, das rasch expandiert.
Aktuell beschäftigt Nateland rund 15 Vollzeitmitarbeiter und schmiedet ehrgeizige Pläne. Darunter fallen nicht nur ein, sondern gleich mehrere Freizeitparks. Die Planungen für den ersten Park sind bereits im Gange.
Als Standort für den ersten, zugleich Hauptpark, wird Bargatzes Heimatstadt Nashville ins Auge gefasst. Hier soll ein 80- bis 100 Hektar großer Park entstehen. Obwohl der erste Spatenstich noch Jahre auf sich warten lässt, werden bereits Machbarkeitsstudien für das Gelände durchgeführt und Gespräche mit potenziellen Investoren und politischen Akteuren geführt. Zudem gibt es Überlegungen, in anderen Städten kleinere Parks zu errichten.
Sobald Nateland seine Tore öffnet, sollen eigenständige Fahrgeschäfte die Besucher locken, deren Design auf erfolgreichen Filmen basiert, die Bargatze im Fokus hat. Sein erster Film, "The Breadwinner", geht nächstes Jahr an den Start. Bargatze hat dieses Projekt mitgeschrieben und produziert. Bereits erste Gespräche über Fortsetzungen laufen, und es sind weitere Projekte in Planung: Derzeit sind neun Drehbücher sowie drei Animationsprojekte und zwei Game-Shows in Entwicklung, alle mit familiärem Fokus, ganz im Sinne von Bargatzes Stil.
Während viele Künstler Vergleiche mit Walt Disney möglicherweise scheuen würden, stellt sich Bargatze dem mutig. In Interviews kritisierte er, dass die gegenwärtige Führung von Disney weniger kundenorientiert sei. In einem Gespräch mit *Esquire* bemängelte er, dass der derzeitige Disney-Chef lediglich ein Geschäftsmann sei und das Publikum weniger im Blick habe.

