Bitcoin könnte durch neues „Canary“-Vorschlag einem vollständigen Quantum-Freeze entgehen

19. April 2026, 12:35 Uhr · Quelle: cryptoBro
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BitMEX Research schlägt ein „Canary“-System vor, das Bitcoin vor Quantencomputern schützt, indem Sperren nur bei Nachweis erfolgen.

Ein neuer Vorschlag schlägt einen Mechanismus vor, der nur dann eine Sperre für quantum-gefährdete Coins auslöst, wenn die Existenz eines solchen Computers nachgewiesen wird.

BitMEX Research schlägt ein „Canary“-System als Alternative zu den bisherigen quantum-sicheren Wiederherstellungsschemata vor. Ziel des neuen Vorschlags ist es, einen unnötigen vollständigen Bitcoin-Freeze als Reaktion auf zukünftige Bedrohungen durch Quantencomputer zu vermeiden.

BIP-361 und Bedenken bezüglich Quantum-Freeze

Die laufenden Debatten um BIP-361 haben die Community gespalten. BIP-361 wurde kürzlich in das Bitcoin-Repository integriert und verfolgt einen stufenweisen Ansatz, bei dem das Senden von Geldern an quantum-gefährdete Adressen zunächst für drei Jahre eingeschränkt wird, gefolgt von einem vollständigen Einfrieren solcher Coins nach weiteren zwei Jahren. Dieser Plan hat Kritik von denen hervorgerufen, die der Meinung sind, dass Nutzer für ihre eigenen Gelder verantwortlich bleiben sollten und dass Protokoll-Sperren die Kernprinzipien von Bitcoin, einschließlich der Zensurresistenz, untergraben.

Andere wiederum bezweifeln, ob es genügend Beweise dafür gibt, dass Quantencomputer, die in der Lage sind, die aktuelle Kryptografie zu brechen, in naher Zukunft auftauchen werden.

BitMEX Research hat hingegen ein „Canary“-System vorgeschlagen, bei dem eine Sperre nicht automatisch nach einer festgelegten Zeit ausgelöst wird. Stattdessen tritt das Netzwerk in einen Canary-Watch-Zustand ein, und eine Sperre erfolgt nur, wenn es einen On-Chain-Nachweis für die Existenz eines Quantencomputers gibt.

Dieser Nachweis würde von einer speziellen Bitcoin-Adresse kommen, die mit einem Nothing-Up-My-Sleeve-Number-System erstellt wurde, das sicherstellt, dass niemand ihren privaten Schlüssel kennt. Wenn Gelder von dieser Adresse ausgegeben werden, würde dies darauf hinweisen, dass ein Quantencomputer verwendet wird. In Abwesenheit eines solchen Ereignisses könnten diese Coins weiterhin normal ausgegeben werden, möglicherweise mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen wie vorübergehenden Einschränkungen der Ausgabemöglichkeiten.

Canary Fund

Zur Unterstützung des Mechanismus führt der Vorschlag das Konzept eines Canary Funds ein. Nutzer müssten freiwillig Bitcoin in die spezielle Adresse als eine Art Kopfgeld einzahlen. Ziel ist es, jede Entität mit einem funktionierenden Quantencomputer zu motivieren, ihre Fähigkeiten durch das Beanspruchen der Gelder offenzulegen, anstatt die Bestände anderer Nutzer anzugreifen. Die Einzahler könnten durch Multisignatur-Vereinbarungen, die eine Abhebung ermöglichen, wenn gewünscht, eine gewisse Kontrolle über ihre Einlagen behalten.

BitMEX Research erkennt jedoch an, dass dieser Ansatz Risiken birgt, darunter die Möglichkeit, dass das Kopfgeld nicht groß genug ist, um die erste quantenfähige Entität anzuziehen, die stattdessen andere Gelder ausnutzen könnte. Es wurde auch festgestellt, dass eine regulierte oder angesehene Organisation möglicherweise das Canary-Kopfgeld auf transparente Weise beanspruchen möchte.

Zusätzlich wird die Idee eines „Sicherheitsfensters“ untersucht, bei dem auch nach Beginn der Einschränkungen für quantum-gefährdete Signaturen Transaktionen noch verarbeitet werden könnten, jedoch mit Ausgaben, die vorübergehend für eine definierte Anzahl von Blöcken gesperrt sind, möglicherweise bis zu 50.000 Blöcken oder etwa ein Jahr.

Finanzen / Crypto / Bitcoin / Quantencomputer / Canary-System / BIP-361 / Vorschlag
19.04.2026 · 12:35 Uhr
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