Asiatische Börsen gehen nach Höhenflug in Rückzug
Nach einer Reihe eindrucksvoller Kursgewinne in den vorherigen Tagen haben die größeren asiatischen Börsen am Freitag eine Atempause eingelegt. Hintergrund dieser Entwicklung sind Gewinnmitnahmen, die von Investoren nach den starken Aufwärtsbewegungen erwartet wurden.
In Japan richtete sich die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer auf neu veröffentlichte Inflationsdaten. Diese zeigten im Großraum Tokio einen unerwarteten Rückgang der Teuerungsrate auf unter drei Prozent. Konkret stiegen die Verbraucherpreise ohne Frischwaren im Juli um 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, nachdem sie im Juni noch bei 3,1 Prozent lagen. Analysten hatten zwar einen Rückgang vorhergesagt, aber im Durchschnitt einen Wert von drei Prozent erwartet. Die Marktstrategen der Deutschen betonten jedoch die Uneinheitlichkeit der Daten, da eine alternative, stärker bereinigte Inflationsmessung weiterhin konstant über drei Prozent lag.
Der Nikkei 225, der bekannteste Aktienindex Japans, verzeichnete einen Rückgang von 0,88 Prozent auf 41.456,23 Punkte. In den Tagen zuvor hatte der japanische Markt nach der Zollstreit-Einigung mit den USA eine dominante Rolle in Asien eingenommen. Auch andere asiatische Märkte folgten einem ähnlichen Muster. Der CSI-300-Index, der wichtige Aktien der chinesischen Festlandbörsen umfasst, fiel um 0,53 Prozent auf 4.127,09 Punkte. Der Hang-Seng-Index in Hongkong sank um 1,05 Prozent auf 25.396,47 Punkte. In Australien zeigte der S&P/ASX 200 einen leichten Rückgang von 0,49 Prozent und schloss bei 8.666,90 Punkten.

