ARC Raiders will gigantischere Roboter-Bosse einführen, doch die Technik bremst Embark Studios aus

20. Januar 2026, 14:00 Uhr · Quelle: PixelCritics
ARC Raiders will gigantischere Roboter-Bosse einführen, doch die Technik bremst Embark Studios aus
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Embark Studios will in ARC Raiders neue, größere Bosse einführen, doch Server-Infrastruktur limitiert dies.

Embark Studios steckt in einem Dilemma: Während die Community von ARC Raiders nach immer größeren Herausforderungen schreit, kämpfen die Entwickler mit den technischen Grenzen ihrer Server-Infrastruktur. Design Lead Virgil Watkins enthüllte in einem Interview mit GamesRadar, dass das Studio „große Ambitionen“ hegt, die PvE-Erfahrung zu eskalieren – mit kolossaleren, gefährlicheren ARC-Robotern, die alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen. Doch der Traum von gigantischen, im Hintergrund umherwandelnden Kolosse könnte an der banalen Realität scheitern: Den Servern droht der Totalabsturz, sollte Embark zu viele ressourcenfressende Maschinen ins Spiel werfen. Die aktuelle Königin-Boss mit sechs Beinen mag beeindruckend sein, doch Spieler haben längst ihre Angriffsmuster durchschaut. Ein weiterer sechsbeiniger Spinnen-Roboter? „Okay, verstanden“, meint Watkins lakonisch. Das Studio muss also kreativ werden – ohne dabei die Server in die Knie zu zwingen.

Die Königin ist zu einfach geworden: Spieler meistern ARCs mühelos

Der aktuelle Endgegner von ARC Raiders, die sechsbeinige Königin, bot anfangs eine ernstzunehmende Bedrohung. Doch wie bei jedem Spiel mit wiederkehrenden Bosskämpfen haben die Spieler gelernt: Angriffsmuster sind entschlüsselt, Schwachstellen bekannt, Strategien optimiert. Die Königin und ihre Schwester, die Matriarchin, haben ihren Schrecken verloren. „Ich denke, wir sind ziemlich zufrieden damit, was sie jetzt sind, aber ich glaube nicht, dass wir für immer damit auskommen können“, erklärte Watkins. „Wenn wir irgendwann einen weiteren sechsbeinigen gigantischen Spinnen-Roboter einführen, heißt es quasi: ‚Okay, haben wir verstanden.'“ Das Problem ist offensichtlich: Ohne Eskalation wird ARC Raiders stagnieren. Spieler, die immer raffinierter vorgehen und das Spiel besser verstehen, finden die aktuellen Drohnen zunehmend harmlos. Sie kennen Ausweichmanöver, wissen, wie man sie schnell erledigt, und vermissen die ursprüngliche Gefahr.

Gigantische Wanderroboter im Hintergrund als Ausblick auf die Zukunft

Wer aufmerksam durch die verödeten Landschaften von ARC Raiders streift, hat sie bereits gesehen: kolossale Roboter, die majestätisch im Hintergrund umherwandern – Titanen, die die Königin wie Spielzeug wirken lassen. Embark Studios nutzt diese Silhouetten bewusst, um einen Kontrast zu schaffen und die Fantasie der Spieler anzufeuern. „Unsere Ambitionen sind definitiv groß, und ich sage nicht, dass du einem davon bald begegnen wirst, aber offensichtlich siehst du die gigantischen wandelnden im Hintergrund und so weiter. Das ist es, womit wir Kontrast zeigen wollen, während wir vorwärtsgehen“, so Watkins. Die Botschaft ist klar: Irgendwann werden diese Bestien spielbar – als Bosse, gegen die sich Spieler stellen können. Doch wann und wie, bleibt unklar.

Server-Infrastruktur als Flaschenhals: „Wird das die Server sprengen?“

Hier kommt die Ernüchterung: Während Embark Studios davon träumt, gigantische ARC-Kolosse ins Spiel zu integrieren, muss es sich mit der harten Realität der Server-Infrastruktur auseinandersetzen. „Das ist die Herausforderung“, gab Watkins zu. „Wir wollen dorthin gehen, wo es für uns praktisch ist, oder wo es sich spaßig anfühlt, aber dann stößt man auf die praktische Seite: Wird das die Server sprengen? Können sie überhaupt solche Dinge unterstützen?“ Die technischen Hürden sind beträchtlich: Ein einziger riesiger Roboter könnte mehr Rechenleistung erfordern als Dutzende kleinerer Drohnen. Multipliziert man das mit mehreren Spielern, die gleichzeitig gegen solche Kolosse kämpfen, könnte die Server-Last exponentiell steigen. Embark muss also abwägen: Spektakel versus Stabilität.

12,4 Millionen verkaufte Kopien und Pläne für neue Maps 2026

Trotz der technischen Sorgen läuft ARC Raiders kommerziell hervorragend. Nexon, die Muttergesellschaft von Embark Studios, verkündete Anfang Januar, dass das Spiel seit seinem Release im Oktober 2025 bereits über 12,4 Millionen Kopien verkauft hat – ein erstaunlicher Erfolg für einen relativ neuen Extraction Shooter. Verfügbar für PC, PS5 und Xbox Series X/S, hat sich ARC Raiders eine treue Fangemeinde aufgebaut, die hungrig nach neuen Inhalten ist. Watkins bestätigte, dass 2026 „mehrere Maps“ in unterschiedlichen Größen und Formen erscheinen werden, was die Langzeitmotivation steigern dürfte. Doch Maps allein werden nicht reichen – die Community verlangt nach frischen, atemberaubenden Boss-Begegnungen.

Kreativität gefragt: Wie eskaliert man, ohne zu wiederholen?

Die zentrale Frage lautet: Wie kann Embark die PvE-Erfahrung eskalieren, ohne einfach größere Versionen des Gleichen zu liefern? Watkins deutete an, dass das Studio nach „etwas anderem oder etwas zusätzlichem“ sucht – möglicherweise völlig neue Mechaniken, die über bloße Größe hinausgehen. Vielleicht schwärmende Mini-Bosse, die kooperativ agieren? Umgebungs-Gefahren, die mit ARCs interagieren? Dynamische Events, bei denen gigantische Roboter die Map selbst verändern? Die Möglichkeiten sind endlos, doch die Umsetzung bleibt eine Herkulesaufgabe.

Gaming / ARC Raiders / Embark Studios / Roboter-Bosse / Server-Infrastruktur / Virgil Watkins
[pixelcritics.com] · 20.01.2026 · 14:00 Uhr
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