Nioh 3 im Test: Könnte das der beste Soulslike-Titel sein?
Nioh 3 ist ein Action-Rollenspiel, welches sich in das Genre Soulslike eingliedern lässt. Der Titel wurde von Team Ninja entwickelt und ist von Publisher Koei Tecmo am 06.02.2025 für die PlayStation 5, als auch PC erschienen. Wir haben uns in eine Zeitmaschine begeben und sind monsterschnetzelnd durch mehrere japanische Epochen gereist. Getestet würde der Titel auf einer PS5 Slim.
Zeitreisen
Im Jahr 1622 soll in Japan Tokugawa Takechiyo den Thron des nächsten Shoguns erhalten. Daraufhin wird die Gegenwart von einer dämonischen Macht bedroht, welche durch seinen eigenen Bruder Tokugawa Kunimatsu, welcher aus purem Hass eine Legion Yōkai heraufbeschwört und damit die Zeiten des Friedens in eine regelrechte Hölle verwandelt. Kunimatsu erhält ebenfalls Hilfe von geheimnisvollen Mächten und kann damit durch die Zeit reisen um mithilfe von Schutzgeistern das grausame Schicksal noch zu verändern und damit Japan zu retten. Was folgt sind Zeitreisen durch mehrere japanische Epochen. So reist man aus der Edo-Zeit, in die Sengoku-, Heian- und Bakumatsu-Ära. Dabei sucht man nicht nur Schlachten, sondern hat auch emotionale Begegnungen mit historischen, als auch neuen Persönlichkeiten.

Nioh 3 – So und nicht anders möchte Nioh 3 an sich erinnert werden! – ©Koei Tecmo; Bildquelle: store.playstation.com
Scheitern ist Teil des Konzepts
Das Herzstück von Nioh 3 bleibt das Kampfsystem und dieses macht das, was man aus der Vorgängern schon gut kannte: keine Fehler verzeihen. Dabei muss man in Sekundenschnelle zwischen Angreifen, Blocken, Ausweichen oder Paraden unterscheiden. Neu ist im Kampfsystem, dass es einen neuen Stil gibt. Während der Titel mit dem Samurai-Stil dem durch Ausdauer sich regenerierenden Ki-Puls treu bleibt, wird dieser im Ninja-Stil komplett weggelassen. So wird man nie müde und die Action bleibt intensiv. Zwischen den Stilen kann jederzeit per Tastendruck gewechselt werden und auch gibt es für beide Stile als auch Waffenklassen einen Skill-Tree.
Auch kann man während der Kämpfe Schutzgeister rufen und sich sogar in welche verwandeln. Auch kann man mittels Magie die Gegner verlangsamen oder Angriffe rückgängig machen um eine bessere Reaktion zu landen. Die Bosskämpfe sind der Höhepunkt. Sie sind cineastisch inszeniert, taktisch abwechslungsreich und tödlich. Erst nach mehreren Versuchen hat man eine Idee, wie man das Monster zu Fall bringen könnte.
Verschlossene Welt
Die Open World besteht aus mehreren Welten. Zwar etwas schlauchartig, dafür trifft man immer wieder auf Bosse und andere notwendige Begegnungen. In jeder Zeitenepoche erwartet einen eine andere Umwelt: von ländlichen Gebieten mit Dörfern und Feldern über schneebedeckte Berge. Auch städtisch wird es, allerdings in einer düsteren Zukunft. Diese Zukunft ist natürlich aus der Sicht von 1622 betrachtet und liegt für uns immer noch in der Vergangenheit. Aber nicht nur die „Welten“ sind riesig, sondern auch alles was man sammeln und modifizieren kann. Diese Detailverliebtheit merkt man schon, wenn man vor dem Start seinen Tokugawa Takechiyo erstellt. So setzt sich das während des Abenteuers in den Menüs fort.

Nioh 3 – Es gibt auch schöne Bilder in Nioh 3, aber das ist nicht warum es gespielt wird. – ©Koei Tecmo; Bildquelle: store.playstation.com
Grauslige Ungeheuer
Optisch hat sich bei Nioh 3 seit dem Vorgänger nicht viel geändert. Dafür ist das Design der Monster absolut grauslich – hier positiv gemeint. Allerdings ist das so wild, dass für diesen Test nicht alle verfügbaren Screenshots verwendet worden sind. Wir wollen nicht für Albträume verantwortlich sein. Abgesehen von den Monstern, sind die Charaktere und Schutzgeister absolut schön gemacht. Die unterschiedlichen Welten sind ebenfalls sehr kreativ gestaltet. Auch die Animationen sind flüssig. Leider ist ansonsten die Umwelt nicht so detailliert. Anfangs läuft das Spiel recht gut. In späteren Welten kann der eine oder andere Ruckler vorkommen. Womöglich könnte ein Update, das Spiel etwas flüssiger machen.

Nioh 3 – Noch ein epischer Kampf mit einem unbeschreiblichen Ungetüm. – ©Koei Tecmo; Bildquelle: store.playstation.com
Epischer Soundtrack à la Star Wars
Heiliger Bonsai! Der Soundtrack von Nioh 3 besteht aus klassischen Stücken und untermalt das tragische Spielgeschehen auf eine Art, bei welcher die meisten Blockbuster Filme neidisch sind. Um noch weiter zu gehen, kommt es einem vor als ob kein geringerer als der Maestro John Williams den Dirigentenstab schwingt. Wer sich davon überzeugen möchte, der vergleicht die Stücke Spirit Tree und The Jedi Steps. Ein fulminanter Soundtrack, welcher über 2,5 Stunden geht. Hier dürften wir den Soundtrack des Jahres gehört haben!
Fazit zu Nioh 3
Nioh 3 ist der stärkste Titel der Reihe. Die Story ist nicht so spannend, allerdings die Idee mehrere Welten aus mehreren Epochen in ein Abenteuer zu packen ist episch. Andere Hersteller würden 3 verschiedene Titel daraus machen. Die Grafik ist nicht die Beste, aber das Design der Gegner ist überaus kreativ und grauenhaft.
Das Kampfsystem ist sehr gelungen und bietet noch dazu 2 Möglichkeiten. Egal mit was man kämpft, durch die unterschiedlichen Stile und Kombos erlebt man eine Dynamik, welche man selten gesehen hat. Dafür muss man auch auf 2 verschiedene Skill-Trees klettern. Das ist schon viel, aber gehört zum Konzept von Nioh 3, wenn man an das umfangreiche Menü denkt. Abgesehen davon, reiht sich dieser gelungene Titel in die Kategorie: ein Videospiel, welches kostenlos zu einem meisterhaften Soundtrack dazugegeben wird.
Quelle: youtube.com via PlayStation



