ARC Raiders könnte bald einen begehbaren Hub bekommen – aber nur zum richtigen Zeitpunkt
Embark Studios hat mit ARC Raiders einen überraschenden Hit gelandet, der die Extraktion-Shooter-Szene ordentlich aufmischt. Doch während Spieler derzeit durch Menüs navigieren, um zwischen Missionen ihre Ausrüstung zu sortieren, könnte die Zukunft eine deutlich immersivere Erfahrung bereithalten. Design Director Virgil Watkins plauderte in einem Interview mit PCGamesN über ambitionierte Pläne, die weit über neue Maps hinausgehen – und eine davon könnte die Art und Weise revolutionieren, wie Spieler mit dem Spiel interagieren. Wer schon immer davon träumte, die Hub-Stadt Speranza nicht nur als Ansammlung von Buttons zu erleben, sondern sie tatsächlich zu erkunden, sollte jetzt die Ohren spitzen.
Speranza als begehbare Stadt: Vision trifft auf Realität
Die Idee, Speranza in einen begehbaren Hub zu verwandeln – ähnlich wie den Tower in Destiny 2 oder die geschäftigen Städte in Monster Hunter-Spielen –, ist keineswegs neu im Studio. Watkins verrät, dass diese Diskussion bereits während der Entwicklung der aktuellen menübasierten Version aufkam. „Wir haben das zu 100 Prozent diskutiert“, bestätigt er. „Es war quasi die erste Frage, als wir mit dem Frontend des Spiels begonnen haben: ‚Wie würde diese Erfahrung aussehen?'“ Letztlich entschied sich Embark Studios damals für ein Menüsystem, da Zeit und Umfang knapp bemessen waren. Ein funktionales Menü erledigt seinen Job, während ein vollständig umsetzbarer Hub enorme Ressourcen verschlungen hätte – Ressourcen, die für andere Features gebraucht wurden. Doch die Vision lebt fort, und laut Watkins gibt es im Team eine „definitiv gute Appetite“ dafür. Die Frage ist nur: Wann kommt der richtige Moment, diese Tür zu öffnen?
Immersion versus Effizienz: Der hybride Ansatz
Was die Sache besonders interessant macht: Selbst wenn Speranza begehbar wird, möchte Embark Studios das Menüsystem nicht komplett über Bord werfen. Watkins betont, dass ihm persönlich die Atmosphäre und Ästhetik eines begehbaren Hubs gefällt, er jedoch die schnelle Menünavigation bewahren möchte. Niemand will schließlich von Celeste zu seinem Raider-Zimmer rennen, nur um dann festzustellen, dass er etwas bei Shani vergessen hat. Gleichzeitig bietet ein physischer Hub natürlich einen enormen Immersionsfaktor – ein Balanceakt zwischen Gameplay-Effizienz und atmosphärischer Dichte. Diese hybride Philosophie könnte ARC Raiders von anderen Extraction-Shootern abheben: Spieler, die es eilig haben, klicken sich durch Menüs, während jene, die die Welt aufsaugen wollen, durch die Gassen von Speranza schlendern können. Ein cleverer Kompromiss, der beide Spielertypen bedient.
Spieler-zu-Spieler-Handel: Verlockung mit Risiken
Neben dem Hub-Redesign sprach Watkins auch über ein anderes heißes Thema: Spieler-zu-Spieler-Handel. Die Idee klingt verlockend – wer möchte nicht überschüssige Beute gegen dringend benötigte Items tauschen? Doch hier winkt das Studio vorsichtig ab. Der Grund: Ein Handelssystem könnte die Progressionskurve des Spiels untergraben. Statt gezielt Items zu jagen, die man wirklich braucht, würden Spieler möglicherweise auf Profit optimieren – etwa 3.000 Exemplare von „Lance’s Mixtapes“ horten, um sie gewinnbringend zu verkaufen und dann alle benötigten Waffen am Handelsmarkt zu kaufen. „Jede Richtung, die wir beim Spielerhandel einschlagen, muss das im Hinterkopf behalten“, erklärt Watkins. „Es darf nicht untergraben, dass eine der primären Schleifen des Spiels darin besteht, sich für die Erkundung der Welt zu interessieren, die Dinge zu finden, die man finden muss, und sich darum zu kümmern, diese Dinge rauszubringen.“ Ein Handelssystem könnte also kommen – aber nur in einer Form, die die Kernschleife respektiert.
Weitere Pläne: Mehr Maps, eskalierendere PvE-Begegnungen und langfristiger Support
Embark Studios ruht sich nicht auf den Lorbeeren aus. Im selben Interview deutete Watkins an, dass das Team an noch mehr Karten arbeitet, um die ohnehin schon vielfältigen Schauplätze zu erweitern. Zudem sollen PvE-Begegnungen künftig „eskaliert“ werden – eine Andeutung auf dynamischere, herausfordernde Feindwellen, die Raids noch spannender machen. Der Erfolg von ARC Raiders seit dem Launch auf PC, PS5 und Xbox Series X/S hat dem Studio offenbar den Mut gegeben, langfristig zu planen. Die Community darf sich also auf kontinuierliche Updates freuen, die das Spiel über Monate und möglicherweise Jahre hinweg frisch halten. Ob der begehbare Hub 2026 noch kommt oder sich bis 2027 verzögert, bleibt abzuwarten – aber die Absicht ist klar: Embark Studios will ARC Raiders zu einem langlebigen Live-Service-Titel formen, ohne die Spieler mit aggressiver Monetarisierung zu vergraulen.ooperativ agieren? Umgebungs-Gefahren, die mit ARCs interagieren? Dynamische Events, bei denen gigantische Roboter die Map selbst verändern? Die Möglichkeiten sind endlos, doch die Umsetzung bleibt eine Herkulesaufgabe.


