Angriff auf Hamas-Sprecher: Rätselraten geht weiter
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Bestätigung eines Angriffs auf den gut bekannten Sprecher des militärischen Arms der Hamas im Gazastreifen, bekannt unter dem Namen Abu Obeida, gegeben. In einem koordinierten Einsatz mit dem Inlandsgeheimdienst Schin Bet sei der Angriff erfolgt, wie Netanjahu während einer Kabinettssitzung mitteilte. Er zeigte sich hoffnungsvoll, dass der Sprecher nicht mehr am Leben sei, jedoch blieb das Ergebnis des Angriffs bis zu diesem Zeitpunkt unklar. Die Entwicklungen der kommenden Stunden und Tage würden vermutlich für Klarheit sorgen, so Netanjahu.
In israelischen Regierungskreisen äußerte man sich zuversichtlich über den Ausgang des Angriffs. Namentlich nicht genannte Vertreter sagten der 'Jerusalem Post', dass man optimistisch sei, Abu Obeida sei bei dem Angriff in Gaza getötet worden.
Von Seiten der Hamas jedoch fehlt noch eine offizielle Bestätigung des Todes des Sprechers. Vielmehr bezeichnete man die kursierenden Berichte als Teil einer psychologischen Kriegsführung seitens Israels. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, solchen Gerüchten keinen Glauben zu schenken und sie nicht weiterzuverbreiten.
Die Eskalation hinterließ weitere Opfer: Laut dem von der Hamas kontrollierten Zivilschutz wurde bei einem Angriff im wohlhabenden Rimal-Viertel im Westen Gazas ein Wohnhaus attackiert, wobei mindestens sieben Menschen ums Leben kamen. Abu Obeida, der stets maskiert auftrat, gilt als eine der prominentesten Figuren der Hamas. Bereits seit Beginn des Gaza-Konflikts vor nahezu zwei Jahren sind mehrere hochrangige Führer und Kommandeure der Organisation durch israelische Angriffe getötet worden, darunter Namen wie Jihia al-Sinwar, Ismail Hanija und Mohammed Deif.

