«Mittagsmagazin» ab 2027 wohl nicht mehr vom MDR verantwortet

Laut Medienberichten zwingt ein Sparkurs die ostdeutsche Anstalt zur Abgabe - Aufnehmen wird die Sendung mit großer Wahrscheinlichkeit der NDR.
Erst seit 2024 wird das ARD-Mittagsmagazin vom Mitteldeutschen Rundfunk verantwortet. Zu diesem Zeitpunkt übernahm man die Sendung vom Rundfunk Berlin Brandenburg, der seit 2018 für die Sendung zuständig war. Durch diesen Wechsel wurde der Standort extra von Berlin nach Leipzig verlagert. Dieser ganze Aufwand scheint aber nicht eine langfristige Ära eingeleitet zu haben, denn wie nun das Medienportal "DWDL" berichtet, steht der MDR davor, das Format bereits wieder abzustoßen - im kommenden Jahr soll dies passieren.
Getroffen wurde die Entscheidung der ostdeutschen Sendeanstalt wohl vor allem aus Sparzwang - 160 Millionen Euro müssen in der aktuellen Periode abgeknapst werden. Wie das Medienmagazin weiter ausführt, gibt es wohl bereits eine hohe Wahrscheinlichkeit, welche andere Anstalt in die Bresche springt, um die Magazin-Sendung künftig weiter zu produzieren. Konkret handele es sich hierbei um den NDR, der sowohl technische Infrastruktur von ARD Aktuell und dem wegfallenden Tagesschau24-Sender, als auch die dafür verantwortliche Nachrichtencrew bereit stellen könnte. Von außen betrachtet wäre dies wohl die Lösung, die mit den wenigsten Mehrkosten verbunden wäre - offiziell ist das alles allerdings noch nicht über die Bühne gebracht.
Zumindest von NDR-Seite heißt es gegenüber "DWDL" aber schonmal recht konkret: "Derzeit entwickelt der NDR verschiedene Szenarien, unter welchen Bedingungen und Voraussetzungen er die Gesamtverantwortung (Anm. des MIMAS) vom MDR übernehmen kann." Beim MDR hingegen verwies man zunächst auf anstehende Gespräche mit Gremien und Mitarbeitenden, die zunächst geführt werden müssen. Immerhin gab man aber zumindest zu, dass das Szenario in der Luft liegt.
Wie aus der bisherigen Berichterstattung hervorgeht, könnte von den Reduktionsprozessen beim Mitteldeutschen Rundfunk darüber hinausgehend noch eine ganz andere Sendung betroffen sein. Demnach sei auch die bisherige Schiene MDR um Zwei aller Vorrausicht nach in Gefahr. Auch dort steht aber eine offizielle Bestätigung noch aus, da Sitzungen des Rundfunkrats abzuwarten seien.

