Allianz auf Erfolgskurs: Starke Quartalszahlen und neue Perspektiven
Die Allianz, einer der Giganten der Versicherungsbranche, präsentiert sich nach einem herausragenden Quartalsergebnis optimistisch in Bezug auf ihre ambitionierten Gewinnziele für 2025. Der operative Gewinn, dessen Prognose weiterhin zwischen 15 und 17 Milliarden Euro liegt, hat für das erste Halbjahr bereits die beeindruckende Marke von 8,6 Milliarden Euro erreicht, wie Vorstandschef Oliver Bäte mitteilt. Hochgerechnet auf das Gesamtjahr bewegt sich die Allianz auf das obere Ende dieser Zielspanne zu, was Bätes Zuversicht stützt.
An der Börse wurden die positiven Nachrichten wohlwollend aufgenommen: Die Allianz-Aktie konnte am Donnerstag einen Anstieg von fast vier Prozent verzeichnen und erreichte einen Kurs von 365,80 Euro, wodurch sie sich deutlich als Spitzenreiter im DAX positionierte. Seit Jahresbeginn hat die Aktie um nahezu ein Viertel zugelegt, obwohl sie im Mai mit Preisen bis zu 378,50 Euro gehandelt wurde.
Mit einem Umsatzplus von über vier Prozent auf 44,5 Milliarden Euro im zweiten Quartal und einem Anstieg des operativen Gewinns um zwölf Prozent auf 4,4 Milliarden Euro übertraf die Allianz die Erwartungen der Analysten. Der Nettogewinn für die Anteilseigner kletterte um 13 Prozent auf rund 2,8 Milliarden Euro. Insbesondere im Schaden- und Unfallsegment konnte die Allianz mit einem operativen Gewinnzuwachs von 20 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro glänzen.
Erfreuliche Nachrichten kamen auch aus dem Bereich der Naturkatastrophenschäden, die mit 277 Millionen Euro deutlich geringer als im Vorjahreszeitraum ausfielen. Dies führte zu einer Verbesserung der kombinierten Schaden-Kosten-Quote von 93,5 auf 91,2 Prozent.
Im Bereich Lebens- und Krankenversicherung verzeichnete die Allianz einen moderaten operativen Gewinnanstieg von knapp zwei Prozent auf 1,4 Milliarden Euro, während das Neugeschäft nennenswerte Beitragszuwächse aufwies. Zudem sammelten die Fonds des Tochterunternehmens Pimco netto 15 Milliarden Euro ein, wohingegen Allianz Global Investors einen Abfluss von einer Milliarde Euro hinnehmen musste.
Drei Jahre nach dem Ende eines Milliarden-Skandals kann die Allianz in den USA wieder ohne Einschränkungen agieren. Ursprünglich für sieben Jahre angesetzte Auflagen wurden im Juli aufgehoben. Diese Entwicklungen markieren das Überwinden der Auswirkungen eines früheren Skandals, bei dem US-Anleger mit Fonds von Allianz-Tochter AGI fünf Milliarden Dollar verloren hatten.

