Air France-KLM trotzt Herausforderungen: Umsatzwachstum trotz Gewinnrückgang
Air France-KLM musste sich im Sommer 2023 einigen Turbulenzen stellen, die das Gewinnwachstum der Fluggesellschaft bremsten. Trotz eines Umsatzanstiegs um knapp 3 Prozent im dritten Quartal auf 9,2 Milliarden Euro, sank der Nettogewinn um 6 Prozent auf 730 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. Auch das operative Ergebnis konnte lediglich um 2 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro gesteigert werden, was hinter den Erwartungen der Analysten zurückblieb.
Der Konzern unter der Führung von Ben Smith verkündet jedoch positive Nachrichten im Bereich der Premium-Tickets, die sowohl bei Air France als auch bei KLM weiterhin starke Verkaufszahlen zeigten. Für das Gesamtjahr 2023 plant das Unternehmen, das Angebot an Sitzplätzen um 4 bis 5 Prozent im Vergleich zu 2024 zu erweitern, und zeigt sich trotz der Herausforderungen optimistisch.
Der Gewinnrückgang wurde maßgeblich durch einen Streik der französischen Fluglotsen und zwei Streiks des Bodenpersonals in den Niederlanden beeinflusst, was zu Einbußen von etwa 50 Millionen Euro führte. Hinzukam ein heiße Sommerperiode in verschiedenen europäischen Ländern, die die Nachfrage nach Reisen nach Südeuropa dämpfte. Erschwerend fügte sich hinzu, dass gestiegene Entgelte am Flughafen Amsterdam und eine erhöhte Ticketsteuer in den Niederlanden, die die Billigfluglinie Transavia belasteten, viele Kunden veranlassten, auf deutsche Flughäfen auszuweichen.

