70 Jahre im Einsatz für die Sicherheit – und noch lange nicht Schluss: TÜV Rheinland feiert sieben Jahrzehnte Spielzeugprüfung
Weltspieltag: 11. Juni / Cybersicherheit zunehmend relevant / Schadstoffprüfungen immer umfangreicher / Neue PFAS-Regularien für Spielzeug / Labore u. a. in Nürnberg, Hong Kong, Shanghai und Bentonville / www.tuv.com/spielzeug

05. Juni 2025, 11:00 Uhr · Quelle: Pressebox
TÜV Rheinland feiert 70 Jahre Spielzeugprüfung und stellt die Sicherheit von Spielzeug für Kinder in den Fokus. Mit über 40.000 getesteten Spielzeugen jährlich reagieren die Experten auf neue Herausforderungen wie Cybersecurity und Schadstoffprüfungen, um unbedenkliches Spielen zu gewährleisten.

Köln, 05.06.2025 (PresseBox) - Zum internationalen Weltspieltag am 11. Juni blickt TÜV Rheinland zurück auf 70 Jahre Spielzeugprüfung. Seit 1955 setzen sich die Expertinnen und Experten dafür ein, dass Spielzeug für Kinder sicher und unbedenklich ist. Was einst mit einfachen mechanischen Tests begann, ist heute ein komplexes Prüfverfahren nach internationalen Normen. Das Ziel ist seit 70 Jahren identisch: den bestmöglichen Schutz für Kinder beim Spielen zu gewährleisten.

Mit allen Sinnen spielen – und prüfen

„Lasst uns spielen – mit allen Sinnen“ lautet das Motto des Weltspieltags, der auf die Verknüpfung von Spiel und Kultur aufmerksam machen will. Ein Motto, dem sich auch die weltweit etwa 500 Prüferinnen und Prüfer von TÜV Rheinland verschrieben haben, die zehntausende Spielzeuge pro Jahr testen. „Wie riecht das Spielzeug, wie fühlt es sich an, wie laut ist es – all das gibt uns Auskunft über seine Sicherheit und Qualität”, sagt Sebastian Rösch, Laborleiter des Nürnberger Spielzeugprüflabors von TÜV Rheinland. Das galt auch schon für das erste Testobjekt, eine Sandspielgarnitur, die 1955 durch TÜV Rheinland, damals noch Landesgewerbeanstalt Bayern (LGA), geprüft wurde. Heute landen Videodrohnen und interaktive Roboter mit intelligenter Spracherkennung im Prüflabor in Nürnberg, dem größten seiner Art in Europa. Nicht zuletzt Datenschutz und Cybersecurity spielen hier eine immer größere Rolle.

Spielzeug-Entwicklungen beeinflussen Normen

In den 1950er-Jahren weckten die in den USA bereits üblichen Verbrauchertests auch auf den expandierenden westeuropäischen Märkten den Bedarf nach qualifizierten, neutralen Produktbeurteilungen. Solange es jedoch keine ausgearbeiteten Normen gab, mussten praktische Erfahrungswerte zugrunde gelegt werden. Grundlage der Prüfungen waren angepasste Produkttests und -normen, etwa aus dem Bereich der Industrieanlagenprüfung.

Da schon bald der Einsatz von geräuscherzeugenden, elektronischen Bauteilen wirtschaftlich interessant wurde und das Design des Spielzeugs beeinflusste, mussten die Normungsgremien entsprechend reagieren. Sie legten Grenzwerte für geräuscherzeugende Spielzeuge fest und differenzierten sie stets weiter.

In den 1970er-Jahren folgten systematische Prüfverfahren zu physischen und mechanischen Eigenschaften sowie die ersten Normen (DIN 66070-1/-2). Die 1980er brachten mit der DIN 57700-210 neue Standards für elektrisches Spielzeug, während in den 1990ern der Fokus auf chemischer Sicherheit und der Harmonisierung europäischer Normen lag. In den 2000er-Jahren reagierte TÜV Rheinland auf die größere Verbreitung elektronischer und batteriebetriebener Spielzeuge mit angepassten Prüfmethoden – einschließlich der Sicherheitsbewertung verschluckbarer Magnete, die 2009 in EN 71-1 reguliert wurden.

Heute besonders im Fokus: Cybersecurity und Schadstoffprüfungen

Themen wie Künstliche Intelligenz und Cybersecurity beherrschen mittlerweile auch Spielzeuge. Smarte Spielgefährten sind mit dem Internet verbunden und könnten ein offenes Tor für Cyberkriminelle sein. Die EU hat bereits reagiert und entsprechende Regelungen erarbeitet. Am 1. August 2025 treten die neuen Sicherheitsanforderungen der Radio Equipment Directive (RED) in Kraft, die für alle internetfähigen Produkte gelten. Diese Vorschriften sollen das Schutzniveau entsprechender Geräte deutlich erhöhen.

Seit einigen Jahren erfahren Per- und Polyfluralkylsubstanzen (PFAS), sogenannte Ewigkeitschemikalien, eine breitere Aufmerksamkeit. Die Industrie verwendet PFAS, um Oberflächen schmutzabweisend, wasserfest oder fettabweisend zu machen, etwa bei Stofftieren, die so leichter zu reinigen sind. PFAS bauen sich kaum ab und ihnen wird eine umwelt- sowie gesundheitsschädigende Wirkung nachgesagt. Mit einem digitalen Produktpass für Spielzeug und den im April 2025 verabschiedeten Vorschriften zur Spielzeug-Sicherheit will die EU erreichen, dass hier Vorgaben eingehalten werden. TÜV Rheinland bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Produkte und Lieferketten entsprechend abzusichern und eine umweltfreundlichere und nachhaltigere Produktion zu gewährleisten.

CE-, GS-Zeichen und Ausgezeichneter Spielwert

Das CE-Zeichen (conformité européenne) ist für sämtliche Produkte Pflicht, die innerhalb der EU vertrieben werden. Mit dem CE-Zeichen gibt ein Hersteller an, dass sein Produkt alle EU-weiten Anforderungen an Sicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltschutz erfüllt. Wer beim Spielzeugkauf auf höhere Standards als die gesetzlichen Mindestanforderungen – beispielweise in der Schadstoffprüfung – achten möchte, kann sich am Prüfzeichen „Geprüfte Sicherheit“ (GS-Zeichen) oder dem „Toyproof-Siegel“ von TÜV Rheinland orientieren. Das Prüfzeichen „Ausgezeichneter Spielwert“ von TÜV Rheinland zeigt, inwiefern ein Spielzeug die Entwicklung eines Kindes im pädagogisch-psychologischen Sinne fördert. Beispielsweise begutachten anerkannte Fachleute pädagogische und entwicklungspsychologische Aspekte.

Über TÜV Rheinland Toy Testing

Bereits seit 70 Jahren begleitet TÜV Rheinland die Spielzeugindustrie und beschäftigt weltweit etwa 500 Fachleute zur Prüfung von Spielzeug. Mehr als 40.000 Spielzeuge prüfen die Expertinnen und Experten jährlich global – u. a. in den Bereichen Mechanik, Entflammbarkeit, Geräusche, Weichmacher oder elektromagnetische Verträglichkeit. Sie prüfen alle Spielzeuge, die zum Spielen für Kinder im Alter bis zu 14 Jahren bestimmt sind. Die Expertinnen und Experten entwickeln neue Testmethoden, inspizieren Fertigungsstätten und arbeiten an Forschungs- und Entwicklungsvorhaben und in Normungsgremien mit. Sie erarbeiten Machbarkeitsstudien in der Produktionsphase, ermitteln potenzielle Gefahren und ermöglichen international den Marktzugang. Als führender Prüfdienstleister betreibt TÜV Rheinland Labore u. a. in Nürnberg, Hong Kong, Shanghai und Bentonville. Informationen unter: www.tuv.com/spielzeug

Sicherheit
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