Zukunft der Krankenkassen-Finanzen: Ein Schritt in Richtung Stabilität
In einem mutigen Vorstoß zur finanziellen Stabilisierung der Krankenkassen hat Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) ihre Zuversicht betont, dass das neue Sparpaket zur Entlastung der Krankenkassen bald Realität wird. Trotz des bisherigen Widerstands einzelner Bundesländer signalisiert Warken, dass die Gespräche gut verlaufen. Der kritische Moment wird der 17. Dezember sein, wenn der Vermittlungsausschuss zusammenkommt, um mögliche Einigungen zu erzielen.
Der Fokus des geplanten Spargesetzes liegt auf reduzierten Ausgaben in verschiedenen medizinischen Bereichen. Da die Bundesländer im Bundesrat Blockadehaltung einnehmen, drohen ab 2026 möglicherweise erhöhte Zusatzbeiträge für Versicherte. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist jedoch optimistisch, dass das Maßnahmenpaket im Umfang von zwei Milliarden Euro verabschiedet wird. Warken unterstreicht die Entschlossenheit der Regierung, tiefgreifende Strukturreformen im Gesundheitssystem durchzuführen.
Andreas Gassen, Vorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, bringt zusätzliche Vorschläge zur Kostensenkung ein. Neben der Streichung von homöopathischen Behandlungen aus dem Leistungskatalog fordert er die Rücknahme von Förderungen für bestimmte Gesundheits-Apps mit unklarem Nutzen. Besonders die Einsparungen im Bereich der Krankenhausbehandlungen stehen dabei im Fokus. Gassen hebt hervor, dass viele stationäre Behandlungen kostengünstiger ambulant durchgeführt werden könnten.
Ein weiterer Vorschlag Gassens betrifft die mögliche Wiedereinführung einer modifizierten Praxisgebühr. Eine solche Gebühr, bei der die Kassen den Betrag von Patienten direkt erheben, könnte zusätzliche Einnahmen generieren und das Bewusstsein für Gesundheitskosten schärfen. Auch eine Zuckersteuer nach skandinavischem Vorbild wird als mögliche Einnahmequelle genannt.
- Rheinische Post

