Zollpolitik der USA: Keine Kompromisse in Sicht
Die US-Regierung bleibt eisern: Trotz anhaltender Kritik wird an dem umfangreichen globalen Zollprogramm festgehalten. Auf die Frage, ob die bevorstehende Zollrunde noch verhandelbar sei oder ihr Inkrafttreten verzögert werden könnte, antwortete Handelsminister Howard Lutnick unmissverständlich, dass es keinen Aufschub geben werde. "Die Zölle kommen", erklärte er entschieden im Interview mit CBS. Präsident Donald Trump habe diese Maßnahmen angekündigt und es handele sich keineswegs um einen Scherz. Und die neuen Regularien werden so schnell nicht verschwinden. "Der Präsident muss den Welthandel neu regeln", begründete Lutnick die Haltung.
Auch US-Finanzminister Scott Bessent machte im Gespräch mit NBC klar, dass sich die Zölle nicht innerhalb von Tagen oder Wochen weghandeln ließen. Kevin Hasset, der Direktor des Nationalen Wirtschaftsrates, berichtete in einem Interview mit ABC, dass bereits über 50 Länder Kontakt zur US-Regierung gesucht hätten, um die Handelsbeziehungen neu zu verhandeln.
In einem kürzlich vorgestellten Paket kündigte Trump umfassende Zölle an, die die Struktur der Weltwirtschaft erheblich beeinflussen dürften. Als erstes treten pauschale Zölle von zehn Prozent auf Importe aus nahezu allen Ländern in Kraft. Für den 9. April ist eine weitere Maßnahme geplant: Ein komplexerer Mechanismus wird dann implementiert, der für Länder höhere Zölle vorsieht, mit denen die USA ein großes Handelsdefizit verzeichnen. Durch diese Zollpolitik zielt Trump darauf ab, die Produktion in den USA zu stärken und zugleich andere Nationen dazu zu bringen, ihre Handelsbarrieren gegenüber US-Importen zu reduzieren.

