Zentralbanken stärken Jerome Powell den Rücken
Der Vorsitzende der US-Notenbank, Jerome Powell, erhält breite Unterstützung von führenden Zentralbankern weltweit angesichts des anhaltenden Drucks seitens US-Präsident Donald Trump. In einer Erklärung, veröffentlicht von der Europäischen Zentralbank (EZB), bekunden die Zentralbanker ihre uneingeschränkte Solidarität mit Powell und dem Federal Reserve System.
Unter den Unterzeichnern der Erklärung befinden sich prominente Namen wie die EZB-Präsidentin Christine Lagarde, der britische Notenbankchef Andrew Bailey, Martin Schlegel von der Schweizer Nationalbank sowie Pablo Hernández de Cos, Vorsitzender der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ). Diese Unterstützung kommt zusätzlich aus Schweden, Dänemark, Australien, Kanada, Korea und Brasilien. Die Erklärung unterstreicht die fundamentale Bedeutung der Zentralbank-Unabhängigkeit als Grundpfeiler der Stabilität im Bereich Preis, Finanzen und Wirtschaft.
Inmitten dieses internationalen Rückhalts sieht sich Powell weiterhin mit dem Druck von Präsident Trump konfrontiert, der wiederholt Zinssenkungen gefordert hat, um die US-Wirtschaft zu beleben und die Staatsverschuldung handhabbarer zu machen. Powell konterte diese Forderungen mit der Erklärung, dass die Zinspolitik der Fed stets im besten öffentlichen Interesse gestaltet werde und unabhängig von politischen Präferenzen bleibe. Jeanine Pirro, die verantwortliche Staatsanwältin, sprach über ihre Plattform X und relativierte die von Powell erwähnten strafrechtlichen Ermittlungen. Sie betonte, dass ihre Behörde Anfragen bezüglich der Renovierungskosten des historischen Fed-Gebäudes nicht ignorieren konnte. Diese kontinuierlichen Spannungen zwischen Politik und Zentralbank haben zu Verunsicherungen an den Finanzmärkten geführt, was den US-Dollar gegenüber dem Euro abwertete und den Goldpreis in die Höhe trieb.

