Xi Jinping und Wladimir Putin nehmen nicht am Brics-Gipfel teil
Der diesjährige Brics-Gipfel erlebt bemerkenswerte Abwesenheiten an der Führungsspitze: Erstmals wird Chinas Präsident Xi Jinping nicht persönlich an dem Treffen teilnehmen, das in Brasilien stattfindet. Stattdessen wird der chinesische Ministerpräsident Li Qiang das Land repräsentieren. Die stellvertretende Übernahme durch Li ist nicht gänzlich ungewöhnlich, da er bereits beim G20-Gipfel 2023 in Neu-Delhi für Xi einsprang, als ein Disput mit Indien die Anwesenheit des Staatschefs verhinderte.
Auch Russlands Präsident Wladimir Putin wird dem Gipfel fernbleiben. Der Grund liegt in einem ausstehenden Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs gegen ihn, der in Brasilien, einem Unterzeichner des Römischen Statuts, vollstreckt werden müsste. Dies zwingt den Kremlchef zur Abwesenheit.
Der Gipfel der Brics-Staaten, bestehend aus Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika, sieht sich als Forum für Zusammenarbeit der Staaten des Globalen Südens. Mit dem Beitritt weiterer Mitglieder wie Iran, Ägypten, Äthiopien und den Vereinigten Arabischen Emiraten zu Beginn des nächsten Jahres wächst ihre Bedeutung als potenzielles Gegengewicht zu den führenden westlichen Wirtschaftsmächten der G7.

