Wortgefecht zwischen Lindner und Merz: FDP-Chef widerspricht CDU-Positionen
In einer bemerkenswert persönlichen Videobotschaft trat der FDP-Vorsitzende Christian Lindner den jüngsten Kommentaren von CDU-Chef Friedrich Merz energisch entgegen. Merz hatte in einem Interview mit der Funke Mediengruppe und Ouest-France impliziert, dass Stimmen für die FDP bei der Bundestagswahl wirkungslos sein könnten, falls die Partei an der Fünf-Prozent-Hürde scheitere.
Lindner zeigte sich verwundert über diese Sichtweise und ließ keinen Zweifel an seiner gegenteiligen Position. Lindner griff den Ball auf und präsentierte eine aufschlussreiche Gegendarstellung: Seiner Ansicht nach verändern bereits wenige Prozentpunkte das politische Klima Deutschlands erheblich.
Ein Wiedereinzug der FDP in den Bundestag sei entscheidend, um traditionelle Koalitionen wie eine schwarz-grüne Mehrheit oder die althergebrachte schwarz-rote Partnerschaft zu verhindern. Weiterhin hob Lindner in seiner Botschaft die Bedeutung von Regierungserfahrung hervor, ein Bereich, in dem er Friedrich Merz klar einen Schritt voraus ist.
Lindner betonte, dass die Kräfteverhältnisse in Koalitionen aufgrund des Vetorechts jedes Ressorts im Kabinett oft überschätzt werden. Diese Perspektive, so Lindner, könne er aus eigener Erfahrung als ehemaliges Regierungsmitglied beisteuern—eine Erfahrung, die Merz bislang fehlt.

