Wiener Börse trotzt europäischem Aufschwung – Unternehmenszahlen im Fokus
Der Aktienmarkt in Wien zeigte sich am Mittwoch überraschend stabil und verabschiedete sich mit marginalem Aufschlag in den Feierabend. Der ATX notierte mit einem minimalen Plus von 0,07 Prozent bei 4.720,15 Punkten. Während die Börsen Europas insgesamt deutlicher zulegten, verharrte der Wiener Markt nahezu unverändert. Besonderes Interesse galt der Präsentation von Geschäftsergebnissen einiger Unternehmen. Im Zentrum der Aufmerksamkeit standen dabei Wienerberger, Semperit und Addiko Bank. Abseits der Quartalsberichte herrschte eine eher nachrichtenarme Stimmung.
Der Baustoffriese Wienerberger überzeugte mit verbesserten Halbjahreszahlen im Vergleich zum Vorjahr. Die Ergebnisse entsprachen weitgehend den Prognosen der Erste Group und brachten den Aktien ein Plus von 1,1 Prozent ein.
Im Gegensatz dazu musste Semperit einen Verlust für das erste Halbjahr hinnehmen. Trotz Umsatzrückgangs bewerteten Analysten der Baader Bank die Ergebnisse positiv und hoben vor allem die stärkeren Auftragseingänge hervor. Dennoch schlossen die Aktien mit einem Minus von 0,8 Prozent.
Die Addiko Bank meldete einen Nettogewinn von 24 Millionen Euro und verfehlte damit die Erwartungen des Marktes, was die Aktien um 0,9 Prozent sinken ließ. Auch der Ausblick für das Gesamtjahr wurde leicht nach unten korrigiert, während die Dividende weiterhin ausgesetzt bleibt.
Im technologiegeprägten Sektor verzeichnete AT&S einen Rückgang von 2,4 Prozent. Bei den Bankaktien verloren Raiffeisen Bank International 1,1 Prozent, wohingegen Bawag und Erste Group maßvoll um 0,2 und 0,5 Prozent zulegten. Voestalpine und OMV schlossen beide mit einem leichten Minus von 0,5 Prozent.

