Wiedergeburt in der Akku-Industrie: Anode Technology will die Fehler der Vergangenheit vermeiden
Vor etwas mehr als einem Jahr schloss das Start-up Moxion Power seine Tore und fügte sich in die Reihe hochkarätiger Insolvenzen ein, die die Klimaschutztechnologie im Jahr 2024 erschütterten. Trotz der beschafften über 110 Millionen Dollar an Investitionen, um Dieselgeneratoren bei Festivals und Baustellen zu ersetzen, scheiterte das Unternehmen und entließ über 400 Mitarbeiter, während seine Vermögenswerte liquidiert wurden.
Nun erwacht das phoenix-gleiche Moxion aus seiner Asche als Anode Technology Company, gegründet vom ehemaligen Moxion-Mitbegründer Paul Huelskamp und einigen Ex-Mitarbeitern. Ihr Ziel? Dasselbe wie damals, aber dieses Mal ohne die alten Fehler zu wiederholen. Anode betritt die Bühne mit einer Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von 9 Millionen Dollar, angeführt von Eclipse und deren Partner Jiten Behl, dem ehemaligen Chief Growth Officer von Rivian.
Mit Rivians Erfahrung, 100.000 elektrische Lieferwagen an Amazon verkaufen zu wollen und dabei festzustellen, dass das fehlende Ladeinfrastruktur das eigentliche Problem war, erschien Behl das Investment in Anode als logischer Schritt. Gerade in Notfällen greifen zahlreiche Flotten auf Dieselgeneratoren zurück, wie sie auch bei Waymo in San Francisco zum Einsatz kamen. Der Markt verlangt nach netzunabhängigen Lösungen, die Flexibilität bieten.
Während andere Unternehmen wie Sparkcharge und Power Sonic bereits mobile Batterie-Lösungen für das Laden von Elektrofahrzeugen anbieten, hebt sich Anode durch ihr integriertes Hardware-Design ab. Ein kleinerer, leichterer Batteriepack vereinfacht den Transport und reduziert Kosten, indem mehr Energie auf einem einzelnen Lastwagen transportiert werden kann.
Lernend aus der Geschichte von Moxion, nutzt die neue Firma Auftragshersteller für die Produktion ihrer Batterien, anstatt wie zuvor alles selbst zu machen. Diese strategischen Entscheidungen, zusammen mit der Nutzung von Künstlicher Intelligenz zur Optimierung von Betrieb und Lieferungen, sollen Anode helfen, die Energiekosten erheblich zu senken.
Paul Huelskamp sieht Optimierungspotential und Skaleneffekte als Schlüssel, um die Kosten weiter zu drücken, bis sie den Stromkosten aus dem Netz gleichkommen – auch wenn letztlich das Netz mit Off-Peak-Preisen unerreichbar bleibt.

