Wenn der Biber zum Beißer wird – Dying Light: The Beast enthüllt genial morbiden Satire-Trailer
Ein Monat trennt uns noch von der nächsten blutgetränkten Eskapade aus dem Hause Techland, und die Marketing-Maschinerie für Dying Light: The Beast schaltet in den Overdrive. Nach ausgiebigen Gameplay-Präsentationen servieren uns die Entwickler nun einen Trailer der besonderen Art: eine bitterböse Satire, die das neue Setting Castor Woods in einem völlig neuen, verstörenden Licht zeigt. Der Star der Show? Bober, der Biber, ein freundliches Maskottchen, das uns die einstige Pracht des malerischen Touristenortes preist – bevor die Realität mit der Wucht einer Spitzhacke zuschlägt.
Die Idylle ist tot, lang lebe die Jagd
Der Trailer spielt meisterhaft mit Kontrasten. Er beginnt wie ein körniger Werbefilm aus einer längst vergangenen, unschuldigeren Zeit. Bober, der plüschige Sympathieträger, führt uns durch sonnendurchflutete Wälder, zeigt uns glitzernde Seen und glückliche Familien auf Wanderwegen. Doch dann zerreißt ein abrupter Schnitt die Fassade und katapultiert uns in die grausame Gegenwart. Aus dem friedlichen Paradies ist ein von Zombies überranntes Elendsgebiet geworden. Die engen Gassen des Städtchens sind nun Todesfallen, die idyllischen Picknickplätze Schauplätze blutiger Massaker. Techland beweist ein Händchen für schwarzen Humor und zeigt uns, dass selbst die schönsten Orte der Welt nur eine Apokalypse von der totalen Verdammnis entfernt sind.
Das Schicksal eines Nagers
Das zentrale Mysterium, das der Trailer aufwirft und das die Community seither in Atem hält, ist das Schicksal von Bober selbst. Am Ende des Clips scheint es, als würde der arme Biber widerwillig Teil des untoten Wahnsinns – seine leblosen Augen und das blutverschmierte Fell sprechen Bände. Was bedeutet das für das Spiel? Wird Bober ein spezieller, besonders tragischer Bossgegner, den wir in den Wäldern aufspüren müssen? Ist sein Schicksal Teil einer skurrilen, emotionalen Nebenquest, die uns die Geschichte des Niedergangs von Castor Woods näherbringt? Oder – und das wäre die ultimative Trophäe für jeden wahren Überlebenden – können wir vielleicht sogar sein Maskottchen-Outfit finden und selbst als untoter Biber durch die Horden schnetzeln?
Vorfreude ist die schönste Beute
Egal, welche Rolle Bober am Ende spielen wird, dieser Trailer hat seinen Zweck mehr als erfüllt: Er hat die Vorfreude auf ein neues Level gehoben und gezeigt, dass Dying Light: The Beast mehr sein will als nur eine weitere Zombie-Schlachtplatte. Es verspricht eine Welt mit einer Geschichte, mit Charakter und mit einem makabren Sinn für Humor. Die Jagd auf die Antwort beginnt am 22. August auf Xbox Series X|S, PS5 und PC, während die Versionen für PS4 und Xbox One später im Jahr folgen. Bis dahin: Haltet Ausschau nach den Volatiles – und nach Bibern mit einem ungesunden Appetit.


