Weihnachtsflaute auf dem Parkett: Deutsche Anleger in Warteposition

Die deutschen Aktienmärkte zeigen sich kurz vor Heiligabend von ihrer besinnlichen Seite. Auch der bevorstehende Festtag hält die Anleger offenbar in einer Art Winterschlaf, während die großen Investoren bereits warme Gedanken an die bevorstehenden Feiertage verschwenden. Der DAX erfreut sich dennoch eines leichten Plus von 0,2 Prozent und klettert auf 24.331 Punkte, während der MDax sich verhalten mit einem Zuwachs von 0,1 Prozent auf 30.456 Zähler zeigt. Ruhig wie eine verschneite Winterlandschaft verharrt der EuroStoxx 50 auf dem Niveau des Vortages.
Spannung liegt dennoch in der Luft: US-Konjunkturdaten, die am Nachmittag erwartet werden, könnten frischen Wind ins Handelsgeschehen bringen. Dabei stehen Indikatoren wie das Wirtschaftswachstum, privater Konsum, Aufträge langlebiger Güter, Industrieproduktion, Kapazitätsauslastung und nicht zuletzt das Verbrauchervertrauen im Fokus.
Trotz fehlender großer Bewegungen eilt der DAX mit einem bisherigen Jahresplus von gut 22 Prozent dem S&P 500, der um 17 Prozent zulegte, voraus. Der hiesige Leitindex hält tapfer die Marke von 24.000 Punkten und profitiert von den positiven Vorgaben aus den USA. International haben Anleger den Blick auf geopolitische Themen gerichtet, wie den Ukraine-Konflikt oder die US-amerikanische Strategie gegenüber Präsident Maduro in Venezuela.
Unterdessen gibt es gemischte Nachrichten aus der Pharmabranche: Novo Nordisk überrascht mit der Zulassung seines Abnehmmedikaments Wegovy als Tablette in den USA. Für Gerresheimer, den Spritzenlieferanten von Novo Nordisk, bedeutet dies jedoch eine Kurskorrektur – die Aktien sinken um 0,8 Prozent. Auch Schott Pharma verzeichnet mit einem Minus von 0,7 Prozent eine ähnliche Entwicklung. Dagegen feiert Alzchem seine personellen Entscheidungen als Erfolg: Die Verträge mit Vorstandsvorsitzendem Andreas Niedermaier und Finanzchef Andreas Lösler wurden verlängert, was den Aktien eine Wertsteigerung von 1,1 Prozent bescherte.

