Wegweisender Schritt in der Stahlindustrie: Start der Direktreduktionsanlage von Thyssenkrupp verzögert sich
Die SMS Group plant den Start der innovativen Direktreduktionsanlage von Thyssenkrupp Steel für eine klimafreundliche Stahlproduktion in etwa zweieinhalb Jahren. Der Bau des milliardenschweren Projekts hat bereits begonnen, jedoch hat sich der ursprünglich für Ende 2026 vorgesehene Betriebsbeginn auf das Jahr 2027 verschoben. Diese Verzögerung wird von Thyssenkrupp selbst auf deren Informationsportal kommuniziert.
Thyssenkrupp Steel, der größte Stahlhersteller Deutschlands, plant mit dieser Anlage, zwei Hochöfen durch eine umweltfreundlichere Alternative zu ersetzen. Das Projektvolumen beläuft sich auf rund drei Milliarden Euro, wobei Bund und Land Nordrhein-Westfalen zwei Milliarden Euro beisteuern.
Die SMS Group mit Hauptsitz in Mönchengladbach weist ein beachtliches Auftragsvolumen von über 1,8 Milliarden Euro auf. Geplant ist, die Anlage zunächst mit Erdgas und später mit Wasserstoff zu betreiben.
Parallel zur Errichtung der Anlage hat Thyssenkrupp rund 6.000 Arbeitsplätze in der Stahlsparte zur Ausgliederung vorgemerkt. Die SMS Group zeigt Interesse an der Integration dieser Fachkräfte in ihre Reihen, speziell für Aufgaben im Bereich Wartung und Instandhaltung.
Solche Service-Dienstleistungen führt das Unternehmen bereits erfolgreich in 32 Werkstätten in den USA durch. Ziel ist stets, die Leistungsfähigkeit und Effizienz der Kundenanlagen zu steigern.

